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Transkript Laubblatt – Aufbau und Funktion

Hallo, mein Name ist Sabine, und in diesem Film erkläre ich dir den Aufbau des Laubblattes inklusive Sonderform bei Wasserpflanzen, Trockenpflanzen und Feuchtpflanzen. Das klingt jetzt vielleicht etwas banal für den ein oder anderen, doch dieses Thema ist wirklich Urschleim und im diesjährigen, das heißt 2010'er, Abitur Leistungskurs Biologie lautete die erste Aufgabe: "Zeichnen Sie den Querschnitt eines mesophytischen Laubblattes und benennen Sie die Orte der Fotosynthese. Das ist ganz einfach, da kann man super Punkte sammeln und deswegen mache ich das jetzt einmal.

Mesophyte Pflanzen sind wechselfeuchte beziehungsweise mittelfeuchte Pflanzen wie zum Beispiel unsere Laubbäume. Sie sind saisonalen Wechseln unterworfen. Die oberste Blattschicht wird Epidermis benannt. Sie besteht aus einer Lage lebender Zellen, deren Zellwände verdickt sind. Als Schutzfilm liegt über diesen Zellen die Cuticula. Diese Schicht ist wasserundurchlässig. Epidermis und Cuticula schützen das Blatt vor dem Austrocknen.

Weiter geht es mit dem Palisadengewebe. Diese lang gestreckten Zellen enthalten viele Chloroplasten, daher ist hier auch der Hauptort für die Fotosynthese. Der Name "Palisadengewebe" kommt von "Palisadenzaun" und als Eselsbrücke stelle ich mir dann immer den Dorfzaun von "Asterix & Obelix" vor. An dieser Stelle sollen die grünen Punkte die Chloroplasten darstellen.

Unter dem Palisadengewebe liegt das Schwammgewebe. Ein Schwamm hat ziemlich viele Löcher und im Blatt heißen diese Löcher Interzellularräume. Sie dienen zur Durchlüftung des Blattes. Kohlenstoffdioxid, das für die Fotosynthese gebraucht wird, genauso wie Wasserdampf und Sauerstoff wird hier zwischengelagert. Auch das Schwammgewebe beinhaltet viele Chloroplasten, daher kann auch hier Fotosynthese stattfinden.

An der Blattunterkante liegt die untere Epidermis, die in regelmäßigen Abständen von den Spaltöffnungen durchbrochen wird. Spaltöffnungen bestehen aus Schließzellen und den dazwischen liegenden Spalten. Hier findet der Gasaustausch statt. Bei der Fotosynthese entstehender Sauerstoff wird hinausgelassen und durch hereinströmendes Kohlendioxid ersetzt. Und wenn die Pflanze nachts atmet, passiert das genau anders herum.

Damit wäre die Abituraufgabe erfüllt gewesen.

Nun kommen wir zur ersten Sonderform des Laubblattes, und zwar bei den Wasserpflanzen, den Hydrophyten. Wasserpflanzen müssen in der Regel keine Angst davor haben "auszutrocknen", deswegen haben sie gar keine oder nur eine sehr dünne Cuticula und nur eine einschichtige Epidermis. Die Spaltöffnungen befinden sich auf der Oberseite der Schwimmblätter oder fehlen ganz. Dann gibt es noch riesige Interzellularräume. Diese werden Aerenchym genannt, aufgrund ihrer Größe. Sie speichern sehr viel Kohlenstoffdioxid und dienen als Auftrieb für das Schwimmblatt. Artbeispiele wären zum Beispiel die Seerose oder Wasserpest.

Das genaue Gegenteil zu den Wasserpflanzen sind die Trockenpflanzen, die Xerophyten. Um sich vor Verdunstung zu schützen, haben sie eine sehr dünne Cuticula und eine mehrschichtige obere Epidermis. Aufgrund der hohen Sonneneinstrahlung ist auch das Palisadengewebe mehrschichtig ausgeprägt als Hauptort der Fotosynthese. Das Schwammgewebe mit seinen Interzellularräumen ist regelmäßig ausgebildet und besitzt viele Chloroplasten, daher findet auch hier Fotosynthese statt. Die Pflanze hat es sich zur Gewohnheit gemacht, Kohlenstoffdioxid nachts aufzunehmen und in den Interzellularräumen zu speichern. Damit ist sie nicht gezwungen, tagsüber so oft die Spaltöffnungen aufzumachen und somit zu viel Wasserdampf an die Umgebung zu verlieren. Eine letzte Besonderheit der Xerophyten sind die abgesenkten Spaltöffnungen, die zusätzlich mit Haaren versehen sind. Beide sind eine zusätzliche Verdunstungsschutzmaßnahme, da in dieser Atemhöhle ein Mikroklima entsteht. An der Unterkante des Blattes befindet sich die untere Epidermis. Artbeispiele für Trockenpflanzen oder Xerophyten sind Lorbeer, Stechpalme und Buchsbaum.

Die Laubblätter der Hygrophyten, zu deutsch Feuchtpflanzen, verfolgen mit ihrem Aufbau das Ziel, überschüssiges Wasser leicht an die Umgebung abgeben zu können, daher fehlt die wasserundurchlässige Schicht Cuticula komplett und die obere Epidermis ist gewölbt. Damit wird die Oberfläche des Blattes vergrößert (Prinzip der Oberflächenvergrößerung) und Wasser kann leichter abgegeben werden. Für diesen selben Zweck gibt es auch lebende Haare, die auf der oberen Epidermis sitzen. Das Schwammgewebe ist kaum ausgebildet und die Spaltöffnungen ragen aus der unteren Epidermis hervor. Dadurch wird der Gasaustausch erleichtert und das Wasser kann leichter hinausströmen. Artbeispiele sind Weide, die großblütige Balsamine, Springkraut und Reis.

Das war es auch schon. Ich hoffe, dieser Film hat dir gefallen und konnte dir beim Lernen helfen. Vielen Dank für das Zusehen und hoffentlich bis bald, Sabine.  

Informationen zum Video
11 Kommentare
  1. Default

    Es wäre auch schön wenn man das Thema Blatt als PDF bekommen konnte.

    Von Raquel H., vor 7 Tagen
  2. Default

    Das r war zu klein

    Von Collin B., vor etwa 2 Monaten
  3. Serpil

    Hallo Jasmin,
    in diesem Video geht es primär um den Aufbau des Laubblattes. Die Leitbündel und die Transpiration in Pflanzen werden in den Videos zum Thema „Sprossachse" oder „Wassertransport in Pflanzen" näher erläutert. Vielleicht helfen dir diese Videos weiter. :)
    Viel Spaß!

    Von Serpil Kilic, vor etwa einem Jahr
  4. Default

    Als Einführung sehr gut gemacht, jedoch hätte man wichtige Begrifflichkeiten wie Transpiration (Abgabe von Wasserdampf), sowie die Funktion der Leitbündel/Leitungsbahnen, hier zum Beispiel gar nicht benannt, hinzufügen können und deren Funktion erläutern müssen.

    Von Jasmin Abed, vor etwa einem Jahr
  5. Default

    Super Video ! Hat mir sehr gut geholfen !

    Von Birgitgillmann, vor mehr als einem Jahr
  1. Default

    Super Video!!

    Von Ziller, vor fast 2 Jahren
  2. Default

    Super Video!

    Von Ronaraufi, vor etwa 3 Jahren
  3. Default

    klasse video

    Von Martin Lewerenz, vor mehr als 3 Jahren
  4. Photo 00033

    tolles video!

    Von Bernadette W., vor fast 4 Jahren
  5. Default

    werden die Spaltöffnungen auch aufgemacht wen ich jetzt zum Beispiel eine Zimmer Pflanze mittags ins dunkle stelle

    Von Pasi, vor fast 5 Jahren
  6. Default

    Wie läuft die Fotosynthese bei der Lichtreaktion ab?

    Von Sina16, vor etwa 6 Jahren
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