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Transkript Kreuzspinne – Lebensweise und Giftigkeit

Hallo! Hast du schon einmal eine Kreuzspinne gesehen? Woran du sie erkennst? Sie hat im vorderen Bereich des Hinterleibs mehrere helle Punkte, die zu einem Kreuz zusammengesetzt sind. Dabei ergeben vier längliche Flecken zusammen mit einem runden Fleck in der Mitte das Kreuz und dieses charakteristische Merkmal hat der Spinne auch ihren Namen gegeben. Aber wie leben diese Spinnen überhaupt?

In diesem Video möchte ich dir mehr über die Ernährung und Fortpflanzung der Kreuzspinne erzählen und dir dabei auch die Kunst des Netzbaus der Spinne zeigen!

Lebensraum der Kreuzspinne

Die Gartenkreuzspinne, die bei uns vorkommt, ist eine der größten einheimischen Spinnenarten. Die Weibchen der Kreuzspinne können in ihrer Körperlänge knapp 2 cm groß werden. Die Männchen sind deutlich kleiner.

Oft kommt sie in Streuobstwiesen vor. Manchmal kannst du sie auch in Wäldern oder an Waldrändern und Hecken finden. Obwohl der Name ein Vorkommen in Gärten vermuten lässt, kommt die Gartenkreuzspinne dort eher selten vor.

Ernährung der Kreuzspinne

Kreuzspinnen bauen Netze und fangen darin ihre Beute. Sie ernähren sich von allen Insekten, also z.B. Wespen, Fliegen, Bienen, aber auch Schmetterlingen. Wenn sich ein solches Insekt im Netz verfängt, wird die Spinne durch die Erschütterungen alarmiert. Schnell eilt sie zu ihrer Beute, lähmt sie mit einem Giftbiss ihrer Klauenkiefer und umwickelt sie mit einem Sekretband ihrer Spinndrüsen.

Beim Biss werden neben dem lähmenden Gift auch Verdauungsenzyme in den Insektenkörper abgegeben. Diese verdauen das Innere des Beuteinsekts. Nach dieser Außenverdauung kann die Spinne ihre vorverdaute Nahrung durch den Mundspalt einsaugen. Zurück bleibt nur die leere Chitinhülle des Insekts. Wenn die Spinne satt ist, kann sie ihre Beute auch eingesponnen im Netz bevorraten.

Der Netzbau

Du kannst dir sicher vorstellen, dass das Netz einer Spinne ganz bestimmt aufgebaut sein muss, damit sich auch möglichst viele Insekten darin verfangen, oder?

Kreuzspinnen bauen so genannte Radnetze. Zunächst stellt die Spinne an ihrem Sitzplatz einen Spinnfaden durch ihre Spinnwarzen her. Dieser weht nun im Wind. Wenn dieser an einem Gegenstand wie z.B. einem Zweig haften bleibt, kann die Spinne weiterbauen. Von der Mitte des Fadens lässt sich die Spinne an einem weiteren Faden nach unten hinab. Dadurch entsteht eine Y-Struktur aus drei Speichen.

Die Spinne baut nun darum einen Rahmen und fügt von der Mitte des Netzes her weitere Speichen ein. Sie baut nun zunächst eine Hilfsspirale aus trockenen Spinnfäden, die ihr beim Ausbau des eigentlichen Fangnetzes helfen. Erst danach fügt sie klebrige Fangfäden ein. Dabei frisst sie auch die zuvor gefertigte Hilfsspirale auf. Das Fangnetz ist nun fertig!

Die Kreuzspinne wartet dann entweder in der Mitte des Netzes, der so genannten Warte, oder in einem Schlupfwinkel, von dem aus sie mit Hilfe eines Signalfadens Erschütterungen im Netz wahrnimmt.

Paarung der Kreuzspinne

Im Spätsommer paaren sich Kreuzspinnen. Dazu stellen die Spinnenmännchen einen so genannten Bewerbungsfaden am Netz des Weibchens her und zupfen daran, um auf sich aufmerksam zu machen. Ist das Weibchen paarungswillig, erfolgt die Paarung. Das Männchen wird dabei dann häufig vom Weibchen gefressen.

Im Herbst legt das Weibchen dann die Eier ab, verpackt sie in gelblichen Kokons und stirbt. Aus den überwinterten Eiern schlüpfen im Frühling die Jungtiere, die aber erst im nachfolgenden Jahr selbst geschlechtsreif werden.

Angst vor Spinnen

Viele Menschen haben Angst vor einem Spinnenbiss. In Deutschland ist diese Angst völlig unbegründet. Denn Spinnen können die Haut des Menschen überhaupt nur an sehr dünnen Stellen durchdringen. In Deutschland gibt es überhaupt nur drei Spinnenarten, deren Biss eine Reaktion beim Menschen auslöst. Diese ist aber völlig ungefährlich und mit einem Mückenstich vergleichbar. Neben einem Biss der Kreuzspinne, verursachen auch die Bisse der Wasserspinne und des Dornfingers eine solche Reaktion.

Die oft so gefürchtete Vogelspinne ist übrigens noch harmloser. Weltweit gibt es nur sehr wenige Spinnenarten, die gefährlich für den Menschen werden können. Bisse der Nordamerikanische Schwarze Witwe und ihrer Verwandten, die z.B. auch im Mittelmeerraum vorkommen, führen zu Schmerzen, Krämpfen und Lähmungen und im Extremfall auch zum Tod. Auch z.B. die Bisse der Australischen Trichternetzspinne und Brasilianische Wanderspinnen können gefährlich für den Menschen werden.

Zusammenfassung

In Deutschland ist die Sorge vor Spinnenbissen also völlig unbegründet. In diesem Video hast du die Lebensweise der bei uns heimischen Gartenkreuzspinne kennen gelernt. Du hast gesehen, wie die Kreuzspinne ihr Radnetz webt, in dem sich ihre Nahrung, die aus Insekten besteht, verfängt.

Mit einem Biss lähmt die Spinne ihre Beute und gibt außerdem Verdauungsenzyme ins Innere des Beutetiers ab. Die vorverdaute Nahrung wird dann aufgenommen. Mach dich doch mal auf einer Streuobstwiese auf die Suche nach einer Kreuzspinne und ihrem faszinierenden Radnetz! Tschüss und bis zum nächsten Mal!

Informationen zum Video
2 Kommentare
  1. Default

    ziemlich interessantes.

    Von Vogt Holger, vor 8 Tagen
  2. Default

    cooles video.
    schade das es nicht mehr videos über die kreuzspinne gibt

    Von Jeremy 1, vor mehr als 2 Jahren