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Transkript Krebstieren – Lebensweise und Verhalten

Was haben Hummer, Flusskrebs, Hüpferling, Garnele und Assel gemeinsam? Diese Tiere gehören zu den Krebstieren. Und obwohl diese Tiere sehr unterschiedlich aussehen und teilweise auch ganz verschiedene Lebensräume bewohnen, gibt es viele Gemeinsamkeiten. In diesem Video möchte ich auf die Lebensweise von Krebstieren eingehen und dir etwas zu Ernährung und Fortpflanzung von Krebstieren erzählen.

Segmentierung

Krebstiere sind wirbellose Tiere. Sie stellen einen Unterstamm der Gliederfüßer dar, zu denen auch die Insekten oder Spinnentiere gehören. Der Körper der Krebstiere besteht wie bei allen Gliederfüßern aus Segmenten und lässt sich in Kopfbruststück und Hinterleib gliedern. Alle Krebstiere besitzen zwei Antennenpaare. Jedes Körpersegment kann Extremitäten aufweisen.

Ein Flusskrebs hat beispielsweise zwei Segmente mit Antennen, 6 Segmente mit Mundwerkzeugen und 5 Segmente mit Beinen. Das erste Beinpaar ist zum Hauptscherenpaar umgewandelt. Der Flusskrebs besitzt damit nur 4 Fortbewegungsextremitäten, die Schreitbeine genannt werden. Darauf folgen 5 Segmente mit Schwimmfüßen und ein Segment, an dem die Schwimmfüße zu Flossen umgewandelt sind.

Außenskelett der Krebstiere

Krebstiere haben zudem ein Außenskelett, das aus Chitin und Kalk besteht und die inneren Organe schützt. Da dieses nicht mit dem Tier mitwächst, muss in regelmäßigen Abständen eine Häutung stattfinden. In der Regel findet eine solche Häutung ein- bis zweimal jährlich statt.

Hierbei reißt der Chitinpanzer an bestimmten Stellen auf und das Tier kann aus der alten Schale klettern. Da der neue Panzer zunächst noch weich ist und erst aushärten muss, sind die Tiere in der Zeit nach der Häutung besonders gefährdet und wehrlos. Der Flusskrebs zieht sich in dieser Zeit an einen sicheren Ort unter Steinen und Wurzeln zurück. Einige Krebse sind immer ungepanzert.

Atmung der Krebstiere

Krebstiere atmen über Kiemen, die sich in Atemhöhlen befinden. Daraus kann man auf den Lebensraum der Krebstiere schließen. Die Mehrzahl der Krebstiere lebt im Wasser. Sowohl Meer- als auch Süßwasser sind von Krebstieren bewohnt.

Das einzige an Land lebende Krebstier kennst du bestimmt auch: die Kellerassel. Sie benötigt feuchte Lebensräume und lebt unter Steinen oder in Kellern. Sie ist unabhängig vom Wasser und einige Asselarten atmen wie die Insekten über tracheenähnliche Organe. Kiemen sind dann aber trotzdem noch vorhanden.

Nervensystem und Sinnesorgane der Krebstiere

Krebstiere besitzen wie andere Gliederfüßer auch ein segmentiertes Nervensystem. Das bedeutet in jedem Segment befindet sich eine paarige Verdickung das Ganglion genannt wird. Das Zentrum des Nervensystems bildet das Oberschlundganglion. Auch das Unterschlundganglion hebt sich von den Segmentganglien in seiner Größe ab. Krebstiere besitzen also ein Strickleiternervensystem.

Krebse haben hoch entwickelte Sinnesorgane: Sie verfügen über an den Antennen befindliche Tasthaare, über Geruchs- und Geschmackssinneszellen und über Komplexaugen. Diese Augen sind ein zusammenschluss mehrerer Einzelaugen, wie du es bei der Fliege kennst.

Ernährung der Krebstiere

Die Ernährung von Krebstieren ist sehr vielfältig, da sie Allesfresser sind. Sie fressen sowohl kleine Meerestiere und tote Tiere, aber auch Pflanzenteile. Bei der Nahrungsaufnahme und bei der Zerkleinerung helfen die Mundgliedmaßen. Eine weitere Zerkleinerung findet dann im Kaumagen statt. Verschiedene Kleinkrebse filtern auch Schwebstoffe, Einzeller und Bakterien aus dem Wasser.

Fortpflanzung und Entwicklung der Krebstiere

Krebse sind meist getrenntgeschlechtlich. Nach der Paarung klebt das Weibchen beim Flusskrebs die befruchteten Eier an den Körper und trägt sie mit sich herum. Auch nach dem Schlüpfen halten sich die kleinen Krebs noch bis zum nächsten Frühling am Körper der Mutter fest. Das bietet eine sehr ausgeprägte Brutpflege, die die Jungtiere in ihrem ersten Lebensabschnitt vor z.B. Fraßfeinden schützt.

Bis sich aus dem Ei ein erwachsener Krebs entwickelt hat, müssen mehrere Larvenstadien durchlaufen werden. Das erste Larvenstadium hat übrigens nur drei Beinpaare, ist für fast alle Krebstiere charakteristisch und wird als Naupliuslarve bezeichnet.

Zusammenfassung

Obwohl Hummer, Flusskrebs, Hüpferling, Garnele und Assel sehr unterschiedlich aussehen, gehören sie zu den Krebstieren und haben gemeinsame Merkmale. Fast allen ist das Wasser als Lebensraum gemeinsam und sie atmen meist über Kiemen. Ihr Außenskelett aus Chitin und Kalk schützt die inneren Organe.

Ihr Körper ist segmentiert und jedes Segment kann verschiedene Extremitäten wie Antennen, Mundwerkzeuge oder Schreitbeine besitzen. Das Nervensystem der Krebstiere ist ein Strickleiternervensystem. Beim Flusskrebs findet man eine ausgeprägte Brutpflege, indem zunächst die befruchteten Eier und später die Larven am Körper der Mutter befestigt werden und so vor Fraßfeinden geschützt sind. Tschüss!

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