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Transkript Kohlenstoffkreislauf im Ökosystem Wald

Hallo! Hast du dich schon einmal gefragt, in welchem Zusammenhang der Kohlenstoffkreislauf mit Ökosystem Wald steht? In diesem Video wird dir der Kohlenstoffkreislauf am Beispiel des Waldökosystems erklärt. Dabei siehst du, dass der Wald sehr bedeutend ist und einen riesigen Generator darstellt, der die für seine Bewohner, und damit auch für uns Menschen, nutzbare Energie und Stoffe herstellen kann.

Alle Stoffe im Ökosystem Wald befinden sich in einem Kreislauf. Dies bedeutet, dass diese Stoffe und die in ihnen enthaltene Energie ständig auf-, um- und abgebaut werden. Genauer wollen wir uns heute jene Verbindungen anschauen, die in der Natur aus Kohlenstoff aufgebaut sind.

Dieser Kreislauf des Kohlenstoffs im Ökosystem Wald spielt eine grundlegende Rolle für das Leben auf der Erde. Im Wald findest du viele Bäume, Sträucher und auch einige kleinere Pflanzen. Dies sind z.B. Eichen, Haselstäucher und Buschwindröschen.

Wie du sicher weißt, können Pflanzen Fotosynthese betreiben und mit Hilfe des Sonnenlichts ihre Nährstoffe selbst aufbauen. Das geschieht dadurch, dass sie energiearmes Kohlenstoffdioxid, CO2, aus der Luft aufnehmen und zu energiereichen kohlenstoffhaltigen Verbindungen, den Zuckern, umwandeln können. Pflanzen sind daher die Primärproduzenten eines Ökosystems.

Primärproduzenten sind die einzigen Organismen auf der Erde, die nur mit Hilfe des Sonnenlichts energiearme Stoffe wie das Kohlenstoffdioxid in energiereiche Stoffe, wie Zucker, umwandeln können. Alle anderen Organismen im Wald leben direkt oder indirekt von diesen Pflanzen. Das zeige ich dir jetzt.

Primärkonsumenten nehmen Pflanzen als Nahrung auf und können die gespeicherte Energie für sich selbst nutzen. Beispielsweise leben Eichhörnchen oder Mäuse von den Früchten der Bäume im Wald und verschiedene Raupen fressen die Blätter der Pflanzen.

Vielleicht kennst du auch schon den Begriff Sekundärkonsumenten. Sie fressen wiederum die Primärkonsumenten und können die in ihnen gespeicherte Energie für sich nutzen. Ein Specht ernährt sich von Raupen und Insekten und ein Fuchs frisst Mäuse. Sie nutzen die aus ihrer Nahrung gewonnenen Stoffe zum Aufbau ihres Körpers. So können sie wachsen und sich entwickeln.

Aber was passiert mit den Tieren und Pflanzen in einem Wald, wenn sie sterben. Oder was wird aus den Ausscheidungen der Tiere? Dieses tote organische Material wird abgebaut, also zersetzt. Das ist auch der Grund, warum z.B. die im Herbst herabgefallenen Blätter nicht einfach im Wald liegen bleiben und von Jahr zu Jahr mehr werden. Sie dienen wiederum anderen Lebewesen als Nahrung.

Weißt du, welche Organismen im Wald zu diesen so genannten Zersetzern gehören?

Pilze und Bakterien sind wichtige Zersetzer in einem Wald. Aber auch Regenwürmer helfen z.B. bei dem Abbau von herabgefallenen Blättern. Damit nutzen also auch die Zersetzer indirekt die von den Pflanzen gespeicherte Energie der Fotosynthese. Sie spalten die toten organischen Materialien und geben diese wieder in den Boden ab. Diese können dann wieder von den Pflanzen über die Wurzeln aufgenommen werden.

Übrigens setzten alle Organismen durch ihre Atmung Kohlenstoffdioxid frei und das ist auch ein Teil des Kohlenstoff-Kreislaufs. Pflanzen, Primärkonsumenten, Sekundärkonsumenten und auch Zersetzer atmen und bilden so Kohlenstoffdioxid. Dieses kann dann wieder von den Pflanzen aufgenommen werden und durch Fotosynthese in Zucker umgewandelt werden. Der Kohlenstoffkreislauf beginnt dann von neuem.

Dieser Kreislauf ist dann im Gleichgewicht, wenn genauso viel Kohlenstoffdioxid von den Pflanzen aufgenommen wie von den anderen Primärkonsumenten, Sekundärkonsumenten, Zersetzern und auch Pflanzen durch Atmung freigesetzt wurde. Aber was passiert, wenn der Mensch in diesen Kreislauf eingreift? Das passiert nämlich seit Mitte des 19. Jahrhunderts.

Damals begann der Mensch vermehrt fossile Brennstoffe wie Kohle später Erdöl und Erdgas zu verbrennen und als Energiequelle zu nutzen. Fossile Brennstoffe sind abgestorbene Tier- und Pflanzenüberreste, die über Millionen Jahre hinweg unterirdisch entstanden. Dabei handelt es sich also eigentlich um gebundenen Kohlenstoff, der dem Kohlenstoffkreislauf vor langer Zeit entzogen wurde.

Bei der Nutzung von solchen fossilen Rohstoffen werden sehr große Mengen an Kohlenstoffdioxid in die Luft freigesetzt. Die Pflanzen unserer Erde können diese großen Mengen nicht aufnehmen und so sammelt sich immer mehr Kohlenstoffdioxid in unserer Atmosphäre.

Von den Folgen hast du bestimmt schon einmal gehört: Der Treibhauseffekt und die Erderwärmung sind wahrscheinlich auf die steigenden Kohlenstoffdioxidmengen in der Atmosphäre zurückzuführen. Momentan sind die dadurch entstehenden Schäden z.B. im Ökosystem Wald noch gering. Denn ein Ökosystem kann in der Regel geringe Veränderungen bestimmter Faktoren tolerieren. Diese Fähigkeit eines Ökosystems nennt man auch relative Stabilität.

Du weißt jetzt, dass die gesamten Nährstoffe und die Energie eines Ökosystems aus der Fotosynthese und damit aus Pflanzen stammen. Und du hast in diesem Video auch gesehen, wie der Kohlenstoffkreislauf im Ökosystem Wald aussieht. Der Mensch greift in diesen natürlichen Kreislauf ein und das könnte in Zukunft schlimme Auswirkungen auf die gesamte Biosphäre haben. Tschüss!

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2 Kommentare
  1. Default

    Sehr gutes Video. Das Video schafft es, komplexe Zusammenhänge und Kreisläufe einfach zu erklären und sogar noch eine Aktualität (CO2-Ausstoss) einzubauen.

    Von U Lingg, vor mehr als einem Jahr
  2. Img 0373

    Das Video geht nicht

    Von Cem M., vor fast 2 Jahren