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Transkript Körpermasse beurteilen – BMI und Broca

Methoden zur Beurteilung der Körpermasse – BMI und Broca

Hallo! Es gibt Menschen, die fühlen sich zu dick, obwohl sie gar nicht zu dick sind. Andere sind viel zu dünn, merken es aber nicht. Was ist eigentlich „zu dick“ oder „zu dünn“? Gibt es Methoden, wie man sein Gewicht im Verhältnis zur Körpergröße messen kann? Was genau ist Magersucht? Was ist Esssucht? Und was ist mit Wohlfühlgewicht gemeint? Diesen Fragen wollen wir in diesem Video nachgehen.

Gerade in der Pubertät ist der Körper vielen Änderungen ausgesetzt. Mit dem Erlangen der Geschlechtsreife verwandelt sich der Körper von Jungen und Mädchen erheblich. Bei Jungs setzt der Bartwuchs ein, die Schultern werden breiter, der Stimmbruch setzt ein. Bei Mädchen wachsen die Brüste, gleichzeitig verbreitert sich das Becken. Das ist eine Vorbereitung des weiblichen Körpers auf eine nunmehr mögliche Geburt.

Da mit dem Verbreitern der Hüften auch Fett an Po und Oberschenkeln angesetzt wird, empfinden sich viele Mädchen als zu dick. Aber sind sie es wirklich? Die allermeisten Mädchen sind es gewiss nicht. Denn die körperlichen Vorgänge in der Pubertät sind ganz normal. Aber was heisst normal? Wann ist mein Gewicht normal?

In den Medien wie Werbung, Magazinen oder auch Filmen werden wir nicht selten mit übermäßig schlanken Menschen konfrontriert. Wir sehen so viele dieser schlanken Menschen, dass wir davon ausgehen, dass das, was wir sehen, normal ist. Und normal verbinden wir mit gesund. Da die Medien jedoch nur ein eignenes Ideal verfolgen, das nicht auf “gesundes Leben” abzielt, muss man die Bilder der Medien kritisch betrachten.

Die Wahrheit dieses Medienideal ist nicht selten, dass beispielsweise viele Models an Magersucht oder Bulemie leiden- das sind zwei sehr ernstzunehmnde Krankheiten, die nichts mit “gesund” zutun haben.

Magersüchtige kontrollieren ihre Nahrungsaufnahme, stellen sie über weite Strecken auch ganz ein. Die Folge ist ein extremes Untergewicht. Da Magersüchtige die Beurteilungsfähigkeit ihres eigenen Gewichts vollkommen verloren haben, empfinden sie sich dann aber immer noch als zu dick und hungern weiter. Die Gedanken von Magersüchtigen drehen sich fast nur noch um Essen - oder: Nichessen - und Körpergewicht.

Oft sind psychische Probleme der Auslöser für diese Krankheit. Die körperlichen Folgen sind Kreislaufschwäche, Vitamin- und Mineralstoffmangel und Muskelschwäche. 10 Prozent aller Magersüchtigen sterben an den Folgen ihrer Krankheit.

Auch Bulemie - die Ess-Brech-Sucht - ist eine gefährliche Erkrankung. Dabei stopfen die Betroffenen in Fressanfällen unvorstellbare Mengen an Essen in sich hinein, um das Gegessene danach gleich wieder zu erbrechen. Beides passiert heimlich - viele Bulemiker vereinsamen schnell. Die körperlichen Folgen sind u.a. Vitamin- und Mineralstoffmangel. Die Magensäure greift zusätzlich Speiseröhre und Zahnschmelz stark an.

Eine andere Essstörung ist die Esssucht. Betroffene essen regelmäßig zu viel. Aber nicht, weil sie ständig Hunger haben. Vielmehr ist das Essverhalten eine Reaktion auf unangenehme Gefühle wie Trauer, Angst und Langeweile. Die Folge ist natürlich erhebliche Gewichtszunahme.

Essstörungen sind ernstzunehmende Krankheiten - Betroffene finden Hilfe bei Selbsthilfegruppen oder der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Aber wie kann man nun feststellen, ob das übergewichtig oder untergewichtig ist? Eine grobe Orientierung bietet die Formel von Broca. Danach ist Normalgewicht der Wert, den du erhältst, wenn du von deiner Körpergröße in centimetern gerechnet 100cm abziehst. Für einen Menschen, der 1m70 groß ist, wäre das Normalgewicht folglich etwa 70kg.

Diese Methode ist relativ ungenau - besonders bei sehr großen und sehr kleine Menschen. Mithilfe des Bodymaßindex - kurz BMI - ist eine genauere Einschätzung der eigenen Körpermaße möglich. Der BMI ergibt sich aus dem Gewicht in kg dividiert durch das Quadrat der Körpergröße in Meter. Das Ergebnis ist eine bestimmte Zahl. Ein Wert zwischen 19 und 25 gilt als „normal“.

Mithilfe dieser Tabelle kann man sehen, ob man untergewichtig, normalgewichtig oder übergewichtig ist. Gerade für den Körper von Kindern und Pubertierenden ist aber auch der BMI nicht besonders geeignet.

Für Menschen bis 17 Jahren empfiehlt sich dieses Diagramm. Dabei stellt man den Schnittpunkt seiner Größe und seines Gewichts im Diagramm fest. Liegt er innerhalb des gelben Bereichs, kann man von Normalgewicht sprechen.

Aber was ist schon normal? Wer ein gesundes Verhältnis zum Essen hat, darauf achtet, dass er abwechslungsreich und nicht zu fett isst, und sich dazu auch noch regelmäßig sportlich betätigt, wird automatisch das richtige Gewicht haben. Formeln und Tabellen können dir nur eine ungefaire Aussage über dein Gewicht geben. Gerade in der Pubertät können solche Tabellen auch mal falsche Ergebnisse vorgeben.

Solltest du dennoch merken, dass du stark über- oder untergewichtig bist, dann solltest du dich nicht zurückziehen und den Kontakt zu deinen Mitmenschen suchen. Sie und Hilfegruppen können dich bei deinem Problem unterstützen. Tschüss!

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5 Kommentare
  1. Default

    Echt gut gemacht!!!! Weiter so!

    Von Naomi Maya, vor etwa einem Monat
  2. Default

    Cool

    Von K Selimi, vor 9 Monaten
  3. Default

    Gut gemacht ;-) Weiter so und sofatutor ist auch cool ich habe schon 4 freunde überredet ,hier mitzumachen danke und ein schönes Leben noch;-)

    Von Simon 13, vor fast 2 Jahren
  4. Anna maria

    Hi Chandra, meinst du die schwarze Linie im Diagramm?
    Sowohl die Angaben im Diagramm, als auch der BMI und die Formel von Broca können nur als grobe Richtlinien dienen.
    Liegt das eigene Gewicht etwas über einem gewissen Wert, muss das also nicht automatisch bedeuten, dass man Übergewicht hat.

    Von Anna Maria Z., vor fast 2 Jahren
  5. Penguins

    wenn man etwas über die schwarze linie ist, heißt das man ist übergewichtig *fragezeichen*

    Von Chandrawali B., vor fast 2 Jahren