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Transkript Körperbedeckung der Wirbeltiere

Hallo! Jeder weiß, dass Vögel Federn haben und dass Frösche glitschig sind. Aber warum ist das eigentlich so? Warum haben Säugetiere keine Federn und warum haben Fische kein Fell? Antworten auf diese Fragen findest du in diesem Video, in dem wir die Körperbedeckung der verschiedenen Wirbeltierklassen genauer unter die Lupe nehmen.

Vögel

Vögel tragen Federn. Diese haben verschiedene Funktionen. Zum einen ermöglichen sie den Vögeln das Fliegen. Die Federn der Flügel - die sogenannten Schwungfedern - sind so übereinandergelegt, dass sie keine Luft durchlassen, wenn der Vogel mit den Flügeln schlägt. Gegen den Widerstand des entstehenden Luftpolsters unterhalb des Flügels kann sich der Vogel nach oben drücken und dadurch an Höhe gewinnen.

Wenn die Flügel wieder nach oben schwingen, klappen die Federn ganz von selber so um, dass die Luft leicht hindurchströmen kann. Der Vogel wird also bei der Aufwärtsbewegung der Flügel nicht wieder nach unten gedrückt. Dieses clevere Jalousienprinzip ermöglicht z.B. den so genannten Ruderflug.

Die Schwanzfedern wiederum dienen zur Steuerung und die Deckfedern und die darunter liegenden Daunen isolieren den Körper und halten ihn warm. Das ist sehr wichtig, denn Vögel sind gleichwarme Tiere und müssen stets eine Körpertemperatur von 41 Grad halten - auch wenn es stürmt und schneit!

Lurche

Weniger Probleme mit Kälte haben Lurche wie etwa Frösche oder Salamander. Sie sind wechselwarm - wenn die Außentemperatur sinkt, sinkt auch die Körpertemperatur aber damit auch die Beweglichkeit der Tiere. Im Winter führt das soweit, dass Lurche in eine Winterstarre fallen, aus der sie erst im Frühling wieder erwachen.

Die Haut von Lurchen ist sehr dünn und immer feucht, denn Lurchen dient die Haut auch als Atmungsorgan. Da die Lunge von Lurchen nicht besonders leistungsfähig ist, wird Sauerstoff auch direkt über die dünne Haut ins Blut aufgenommen. Dafür muss sie aber immer feucht sein. Spezielle Schleimdrüsen halten die Haut von Lurchen immer schön glitschig. Trocknet die Haut von Lurchen aus, fällt ein wichtiger Teil der Atmung aus und die Tiere sterben.

Fische

Auch Fische haben eine glitschige Haut. Sie besteht aus feinen Schuppen. Um die Gleiteigenschaften unter Wasser zu erhöhen, halten Fische ihre Haut immer schleimig. Deshalb ist es auch so schwer einen gefangenen Fisch festzuhalten. Die Schuppen stellen natürlich keine besonders gute Isolierung dar. Das ist aber nicht notwendig, denn auch Fische sind wechselwarm und passen ihre Körpertemperatur einfach der Temperatur des umgebenden Wassers an.

Reptilien

Auch Reptilien, wie die Eidechsen sind wechselwarm. Das ist auch der Grund, warum sich Zauneidechsen morgens gerne auf Steinen in der Sonne aufwärmen. Die Sonneneinstrahlung erhöht die Körpertemperatur und damit die Beweglichkeit der Tiere. Reptilien werden von einer Hornschuppenhaut bedeckt, die aus abgestorbenen Zellen besteht.

Das zähe Schuppenkleid bewahrt die Reptilien vor dem Austrocknen und schützt vor Verletzungen. Allerdings wächst die Hornschuppenhaut nicht mit. Wenn das Schuppenkleid zu eng wird, wird es einfach abgestreift. Darunter befindet sich schon eine neue, etwas weitere Hornschuppenhaut. Dieser Vorgang wird als Häutung bezeichnet.

Säugetiere

Die Säugetiere sind genau wie die Vögel gleichwarm. Ihr Körper muss also auch immer auf Temperatur gehalten werden. Deshalb tragen Säugetiere ein Fell, denn dies isoliert und minimiert den Wärmeverlust. Das Fell besteht aus Grannenhaaren und Wollhaaren.

Die Grannenhaare sind wasserabweisend und schützen vor Nässe. Zwischen den Grannenhaaren stehen die kurzen Wollhaare; diese isolieren gut und schützen vor Kälte. Im Winter steigt bei vielen Säugetieren die Anzahl der Wollhaare - das Fell wird dadurch dichter. Je nach Tierart, kann das Fell von Säugetieren Besonderheiten aufweisen.

Das Fell eines Maulwurfs z.B. hat keinen Strich - so kann er sich ohne Probleme vorwärts wie rückwärts durch seine engen Gänge schieben. Der Mensch stammt vom Affen ab, hat sein dichtes Fell im Laufe der Evolution aber verloren. Er fand andere Wege sich warm zu halten - etwa durch das Tragen von Kleidung. Nur eine leichte Körperbehaarung - die von Mensch zu Mensch unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann - ist vom dichten Fell unserer Vorfahren übrig geblieben.

Zusammenfassung

Die unterschiedliche Körperbedeckung liefert ein einfaches Merkmal zur Unterscheidung der verschiedenen Wirbeltierklassen. Die Haut von Vögeln ist von Federn bedeckt, die Haut von Lurchen ist dünn und schleimig, Fische tragen Schuppen, die Haut von Reptilien ist schuppig, aber trocken und die Haut von Säugetieren wird von einem Fell bedeckt. So ist jede Wirbeltierklasse auf seine Lebensweise optimal angepasst. Tschüss!

Informationen zum Video
3 Kommentare
  1. Img 0025

    tolles video

    Von Michael B., vor 3 Monaten
  2. Default

    DANKE

    Von Wile Davila, vor 3 Monaten
  3. Default

    Das war GUT weiter so!!!!!!!!!!!!

    Von Wile Davila, vor 3 Monaten