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Transkript Immunsystem – unspezifische Abwehr

Hallo, ich bin Natascha und wir schauen uns heute den Aufbau des Immunsystems und seiner Bestandteile an. Im ersten Teil betrachten wir den groben Aufbau des Immunsystems und lernen die unspezifische Immunantwort kennen, mit ihren verschiedenen Zellen und Mechanismen. Unser Immunsystem hilft uns dabei, uns gegen schädliche Einflüsse zu wehren. Dazu gehören nicht nur Krankheitserreger, wie Viren und Bakterien, sondern auch abgestorbene eigene Körperzellen, Krebszellen und entartete Eiweiße. Unser Immunsystem ist sehr komplex und hat sich im Laufe der Evolution stark entwickelt. Wenn Krankheitserreger in den Körper eindringen, verläuft die Immunabwehr in verschiedenen Stufen, die nacheinander aktiviert werden. Die zwei grundsätzlichen Abwehrsysteme des Körpers sind die einfachere, unspezifische Abwehr sowie die später entwickelte spezifische Abwehr. Bei beiden Systemen gibt es die Methoden, die auf der Aktivität von Zellen basieren, das ist die zelluläre Abwehr. Und die Methoden von löslichen Substanzen, die man humorale Abwehr nennt. Wenn zum Beispiel Bakterien in den Körper eindringen wollen, müssen sie zunächst an der unspezifischen Abwehr vorbei. Dazu gehört der Säureschutzmantel der Haut, antibakterielle Enzyme des Magen-Darm-Traktes und die großen Makrophagen sowie die kleineren Granulozyten. Diese können Bakterien anhand von Protein-Kohlenhydratstrukturen auf ihrer Oberfläche erkennen und fressen sie dann auf. Dazu legen sie ihre Zellwand um das Bakterium, schnüren ihre Zellwand nach innen hin ab und verdauen den Erreger in ihrem Inneren. Doch manchmal reicht das nicht aus, weil die Bakterien sich gegen die Verdauungsenzyme wehren und sich sogar im Inneren der Makrophagen vermehren können. Dann sondern diese spezielle Substanzen ab, die andere Immunzellen zu Hilfe holen. Dabei hilft ihnen das Komplementsystem, das aus speziellen Eiweißen besteht, die im Blut schwimmen und an Erreger binden können, um sie zu markieren und andere Immunzellen auf sie aufmerksam zu machen. Oder die Membran der Bakterien zu durchlöchern, sodass sie absterben. Im Kampf gegen die Bakterien fangen die Granulozyten und Makrophagen an eine Vielzahl von Stoffen abzusondern, die giftig auf die Erreger wirken. Aber einige Fresszellen werden davon auch selber geschädigt und sterben ab. Diese Stoffe erhöhen die Durchlässigkeit der Blutgefäße, um schneller Unterstützung von anderen weißen Blutkörperchen zu bekommen. Und sie erhöhen die Körpertemperatur, sodass sich die Viren oder Bakterien nicht so schnell vermehren können. So entstehen Symptome wie Fieber oder Schmerzen von allen geschwollenen Organen. Wenn die Erreger absterben und abgebaut werden, gelangen ihre Inhaltstoffe und Trümmerstücke ihrer DNS in die Gewebsflüssigkeit, die dort normalerweise nicht zu finden sind. Diese Spuren werden von einer speziellen Art der Fresszellen, den dendritischen Zellen gefunden, und als Signal gedeutet, die nächste Stufe des Abwehrsystems einzuleiten. Das spezifische Abwehrsystem. Wir haben uns jetzt also angeschaut, wie die erste Stufe der Immunabwehr, das unspezifische Abwehrsystem, funktioniert. Und wissen, was die humorale und die zelluläre Immunabwehr sind. Wir haben gesehen, wie die Makrophagen, Granulozyten und dendritischen Zellen arbeiten, und haben kurz das Komplementsystem kennengelernt. Im 2. Teil erfahrt ihr mehr über die spezifische Abwehr. Ich hoffe, es hat euch gefallen und wir sehen uns im nächsten Video.

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11 Kommentare
  1. Default

    Ich finde, dass im Video alles sehr gut erklärt wurde. Nur leider finde ich die Stimme so einschläfernd! Das steckt leider dann auch die Stimmung an. Das macht es mir echt schwer, weiter zu lernen...
    Etwas mehr Elan wäre wirklich hilfreich! :)

    Von A K Seydlitz, vor 12 Monaten
  2. Serpil

    Hallo Harry,
    generell spricht man bei der humoralen Immunantwort von einer Immunabwehr, die „gelöst in den Körperflüssigkeiten" stattfindet. Daher hast du recht. Diese Immunabwehr kann nur wirksam sein, wenn die Erreger noch nicht in die Zellen eingedrungen sind. Der Unterschied zur zellvermittelten Immunantwort ist hier, dass die humorale Immunabwehr durch Antikörper und Proteine gewährleistet wird, die im Blutplasma und in der Lymphflüssigkeit zirkulieren. Diese Antikörper werden zwar auch von Zellen (den B-Lymphocyten) gebildet, jedoch geschieht die Abwehr trotzdem nicht durch die direkte Wirkung von Zellen wie bei der zellulären Immunantwort (T-Lymphozyten). Daher bezeichnet man ausschließlich die letztere Immunabwehr als „zellvermittelt".
    Ich hoffe, das beantwortet deine Frage.
    LG

    Von Serpil Kilic, vor mehr als einem Jahr
  3. Default

    Bei 1:16, zur Unterscheidung der humoralen und zellulären
    Abwehr:
    Beide Methoden basieren auf der Aktivität von Zellen!

    [Bei der humoralen Immunantwort sind diese Zellen die B-Lymphocyten (die sich danach in B-Gedächtniszellen und Plasmazellen differenzieren) und die T-Helferzellen.]

    Bei der humoralen Immunantwort werden Krankheitserreger im Blut und in der Lymphe bekämpft (in, nicht mit!), solange die Viren und Bakterien ausserhalb der Zellen sind.

    Bei der zellulären Immunantwort zerstören T-Killerzellen körpereigene Zellen, beispielsweise Tumorzellen oder virusinfizierte Zellen.

    Was die Autorin vermutlich gemeint hat, ist der Ort, wo sich die Krankheitserreger befinden:
    Humoral --> Ausserhalb körpereigenen Zellen (= Blut, Lymphe)
    Zellulär --> Innerhalb körpereigenen Zellen (= infizierte Zellen)

    Korrigiert mich bitte, falls ich falsch liege.

    Von Harry Koch, vor mehr als einem Jahr
  4. Default

    Richtig gut gemacht!

    Von Princess Smile 1, vor etwa 2 Jahren
  5. Default

    Tolles Video ! Danke:)))))))))))))))

    Von Dompol, vor mehr als 2 Jahren
  1. Default

    Du kannst sehr gut erklären
    Danke

    Von Linda S., vor mehr als 2 Jahren
  2. Jan

    Hallo,

    du hast vollkommen Recht. Makrophagen besitzen keine Zellwand. Sonst könnten sie auch garnicht ihr Form so stark verändern.

    Von Jan Ruppe, vor mehr als 2 Jahren
  3. Default

    Bei 2:08: Makrophagen haben keine Zellwand, sondern eine Zellmembran

    Von Yogide56, vor mehr als 2 Jahren
  4. Default

    panda

    Von Sukhpkm, vor etwa 3 Jahren
  5. Default

    Da kann ich mich nur anschließen ! Eine sehr süße, ruhige und geordnete Stimme, außerdem natürlich super erklärt :)

    Von Bellamy111, vor fast 4 Jahren
  6. Default

    Ein echt süßes Video! Danke und weiter so!

    Von Chrisslybaer1986, vor etwa 4 Jahren
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