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Transkript Hormone – Einfluss in der Pubertät und auf die Sexualität

Hormone regulieren die Sexualität

Hallo! Der menschliche Körper besteht aus vielen Organen, die alle miteinander in Verbindung stehen. Es ist ein sehr kompliziertes System und wie jedes komplizierte System, braucht auch der Körper einen Steuerungsmechanismus, der die reibungslose Zusammenarbeit der Organe und Gewebe koordiniert. Noch bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts dachte man, dass allein die Nervenbahnen für die Steuerung und die Übermittlung von Informationen innerhalb des Körpers zuständig sind.

Aber dann wurden geheimnisvolle Botenstoffe im Körper entdeckt: Die Hormone. Was sind Hormone? Woher kommen sie? Wie wirken sie? Und was haben Hormone mit der Sexualtiät zu tun? In diesem Video bekommst du Antworten auf diese Fragen.

Es gibt eine Menge unterschiedlicher Hormone. Bis heute sind etwa 100 bekannt. Forscher vermuten, dass es aber bis zu 1000 verschiedene Hormone gibt. Hormone sind Botenstoffe, die über das Blut im ganzen Körper verteilt werden. Sie wirken schon in kleinsten Mengen.

Hormone dienen zur Steuerung von Stoffwechselvorgängen, sie beeinflussen das Wachstum, regeln die Körpertemperatur, bewirken die Entwicklung der Geschlechtsorgane und der sekundären Geschlechtsmerkmale und beinflussen auch unsere Gefühle - von Liebe bis Stress.

Verschiedene Hormone werden in verschiedenen Teilen des Körpers gebildet, etwa im Zwischenhirn - genannt Hypothalamus, in der Hirnanhangdrüse - genannt Hypophyse, in der Schilddrüse, in den Keimdrüsen - also in den Hoden bzw. den Eierstöcken, in der Nebennierenrinde oder auch in der Magenschleimhaut.

Hormone werden zwar über das Blut im ganzen Körper verteilt, allerdings wirken sie nur dort, wo Zellen ganz bestimmte Empfangseinrichtungen - Rezeptoren - besitzen. Dockt ein Hormon an einem passenden Rezeptor an, wird dadurch eine Reaktion ausgelöst. Das funktioniert ein bisschen wie „stille Post“ - Hormone sind Botenstoffe.

Wir wollen das Hormon als Botenstoff am Beispiel Sexualität festmachen: Im Körper von Jugendlichen von etwa 14 Jahren beginnt das Zwischenhirn das freisetzende Hormon - kurz FH - zu produzieren.

Wie wir wissen, werden Hormone über den Blutkreislauf im Körper verteilt. Reaktionen gibt es aber nur dort, wo die passenden Rezeptorzellen für die jeweiligen Hormone sind. Die passenden Rezeptoren der freisetzenden Hormone sind in der Hirnanhangdrüse. Docken sie dort an, wird in der Hirnanhangdrüse die Produktion von zwei weiteren Hormonen angeregt: Diese heißen Luteinisierendes Horomon - kurz LH - und das Follikel stimuliernde Hormon - kurz FSH. Aber damit ist die „stille Post“ noch nicht am Ende.

Das LH und das FSH sind Steuerungshormone, die in der Nebennierenrinde und in den Keimdrüsen - also in den Hoden bzw. den Eierstöcken - andocken und wirken. Dort werden daraufhin die Geschlechtshormone gebildet. Das bekannteste männliche Geschlechtshormon ist das Testosteron. Die Eierstöcke bilden die Östrogene.

Die Wirkung der Geschlechtshormone machen den Beginn der Pubertät aus. So beginnen die Hoden des Mannes nun Spermien zu produzieren und in den Eierstöcken der Frauen reifen die Eizellen heran.

Auch die Entwicklung der sekundären Geschlechtsmerkmale wird von Hormonen ausgelöst und gesteuert. Die Scham- und Achselbehaarung wächst. Bei Frauen setzt das Wachstum der Brüste ein und - als Vorbereitung auf eine nun mögliche Geburt - verbreitert sich das Becken.

Bei Männern sprießt der Bart, die Schultern werden breiter und der Stimmbruch setzt ein. Auch unangenehme Merkmale wie Pickel und heftige Stimmungsschwankungen sind Auswirkungen des pubertären Hormondurcheinanders.

Hormone beeinflussen die Sexualität allerdings nicht nur in der Pubertät - unser ganzes Leben lang steuern sie unser Sexualleben. Der Zyklus der Frau - vom Heranreifen der Eizelle bis zum Heranwachsen und Abstoßen der Gebärmutterschleimhaut bei der Regelblutung - wird durch Hormone gesteuert. Und auch das Ende der Geschlechtsreife der Frau - die Wechseljahre - werden durch die kleinen Botenstoffe eingeläutet.

Hormone sind Botenstoffe, die über den Blutkreislauf transportiert werden und in kleinsten Mengen wirksam sind. Sie steuern Stoffwechselvorgänge und die Sexualität. Verschiedene Organe - wie Hirnanhangdrüse, Zwischenhirn, Schilddrüse, Keimzellen und Nebennierenrinde - produzieren verschiedene Hormone, die wiederum nur an bestimmten Rezeptoren andocken können, wo sie wiederum eine Reaktion hervorrufen.

Tschüss und bis zum näcshten Mal!

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1 Kommentar
  1. Default

    coool

    Von Archwiebalck, vor 11 Tagen