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Transkript Herztätigkeit – Methoden der Überprüfung

Methoden der Überprüfung der Herztätigkeit

Hallo! Dass kein Mensch ohne Herzschlag leben kann, weiß jeder. Wie kann es dann sein, dass dein Herz dennoch etwa ein Drittel deines Lebens nicht arbeitet? Wie misst man überhaupt die Tätigkeit des Herzens? In diesem Video wollen wir uns nicht nur Aufbau und Funktion des Herzens, sondern auch verschiedene Methoden zur Überprüfung der Herztätigkeit näher ansehen.

Das Herz ist ein etwa faustgroßer Hohlmuskel, der etwas links unterhalb des Brustbeins liegt. Seine Aufgabe ist es, das Blut durch den Körper zu pumpen, um die Körperzellen mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen.

Das Herz besteht aus zwei Hälften, die durch die Herzscheidewand voneinander getrennt sind. Jede Hälfte ist nochmal in Vorhof und Herzkammer unterteilt. Im rechten Vorhof kommt das sauerstoffarme Blut an, das seinen Weg durch den Körper schon hinter sich hat.

Im linken Vorhof kommt das sauerstoffreiche Blut vom Lungenkreislauf an. Im ersten Arbeitsschritt, der Diastole, fließt das Blut über die Segelklappen in die Herzkammern. Mit einem kräftigen Druck des Herzmuskels ziehen sich anschließend die Herzkammern zusammen.

Da die Segelklappen wie Ventile den Weg zum Vorhof versperren, kann das Blut nur über die Taschenklappen ausströmen. Das sauerstoffarme Blut in der rechten Herzkammer wird Richtung Lunge gepresst, das sauerstoffreiche Blut in der linken Herzkammer wird über die Aorta in den ganzen Körper geleitet. Diesen Arbeitschritt nennt man Systole.

In der Erschlaffungsphase füllen sich die Vorkammern erneut mit Blut. Da der kräftige Herzmuskel in der Erschlaffungsphase ruht, kann man sagen, dass das Herz etwa ein Drittel deines Lebens nicht arbeitet. Nach der Erschlaffungsphase beginnt eine neue Diastole.

Dieser Vorgang wiederholt sich etwa 70 Mal pro Minute, dein ganzes Leben lang. Im rechten Vorhof sitzt der Sinusknoten, der viele Nervenfasern aus dem Gehirn bündelt. Der Sinusknoten ist der Schrittmacher, er initiiert mit seinen schwachen elektrischen Impulsen die Erregung der Herzmuskulatur.

Mit Hilfe von Elektroden können die elektrischen Impulse des Herzens wahrgenommen und deren Schwankungen in einem Diagramm angezeigt werden. Dies nennt man EKG - Elektrokardiogramm.

Die Diastole zeigt sich in einer kleinen Spitze. Die Systole wird in einem größeren Ausschlag sichtbar. Auch die kleinen Spitzen vor und während der Erschlaffungsphase können von geschulten Medizinern genau gedeutet werden. Das EKG ist eine wichtige Methode, um die Tätigkeit des Herzens zu überprüfen. Nur Fachleuchte können aus den zufällig scheinenden Strichen herauslesen, ob vielleicht eine Herzklappe nicht richtig schließt oder ein Herzmuskel zu schwach ist.

Eine Methode zur Überprüfung der Herztätigkeit, die wir alle kennen, ist das Überprüfen des Pulses. An der Halsschlagader oder etwas oberhalb des Handgelenks kann man die Pumpbewegung des Herzens ganz besonders gut fühlen. Dazu legt man dort Zeige-, Mittel- und Ringfinger an die entsprechenden Stellen. Messe nun deinen eigenen Puls. Zähle eine Minute lang die Impulse mit und notiere den Wert.

Wenn du nun ein paar Kniebeugen machst und die Messung wiederholst, wirst du feststellen, dass dein Herz nun öfter schlägt. Bei Anstregungen braucht dein Körper mehr Sauerstoff, also muss das Herz das Blut schneller durch den Körper pumpen.

Ein weiterer Parameter der Herztätigkeit ist der Blutdruck. Der Blutdruck ist jener Wert, mit dem das Blut gegen die Aterienwände drückt. Zum Messen wird das Blut am Oberarm abgedrückt. Mit einem Stetoskop kann der Arzt nun keinen Blutstrom mehr hören.

Nun wird der Druck der Manschette langsam gelöst. Jenen Wert, bei dem der Arzt die Verwirbelungen des Bluts erstmals wieder hören kann, nennt man systolischer Blutdruck. Je mehr der Druck der Manschette abnimmt, desto weniger und deshalb leiser werden die Blutverwirbelungen.

Ist nicht mehr zu hören - fließt das Blut also wieder ohne Verwirbelung durch die Aterie - wird der diastolische Wert abgelesen. 120/90 wäre etwa ein normaler Blutdruck. Die Einheiten werden in mm Hg (Millimeter Quecksilber) angegeben. Hg ist das chemische Element Quecksilber.

Ein Blutdruck von 120 entspricht dem Druck einer 120 mm hohen Quecksilbersäule. Das kommt daher, dass der Blutdruck früher mithilfe von einer Quecksilbersäule gemessen wurde. Verengte Aterien -etwa durch fette Ernährung- führen zu einem Ansteigen des Blutdrucks.

Das Herz ist ein Hohlmuskel, der durch seine Tätigkeit, Blut durch den Körper pumpt. Mittels eines EKG kann die Tätigkeit des Herzens überprüft werden. Den Puls -also die Pumpbewegung des Blutes- kann man an bestimmten Körperstellen besonders gut fühlen. Die Blutdruckwerte können Auskunft geben über die Beschaffenheit der Arterien und die Leistung des Herzens. Tschüss und bis zum nächsten Mal!

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3 Kommentare
  1. Default

    SEHR GUT !! ;)

    Von Christine Schreiner, vor 20 Tagen
  2. Default

    hi,danke jetzt verstehe ich es endlich

    Von Peggy Kapischke, vor mehr als einem Jahr
  3. Default

    Tolles Video :)

    Von Mandeep B., vor fast 2 Jahren