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Transkript Froschlurche – Grasfrosch und Erdkröte

Hallo! Der Grasfrosch hat eine gute Strategie entwickelt, um sich vor Fressfeinden in Sicherheit zu bringen: Mit einem mächtigen Fluchtsprung entkommt er seinen Feinden. Die Erdkröte zählt auch zu den Froschlurchen - aber ihre kurzen Sprünge sind zur Flucht ungeeignet. Welche Strategie gegen Fressfeinde hat wohl die Erdkröte entwickelt?

In diesem Video wollen wir uns die Lebensweise von Froschlurchen näher ansehen und Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Grasfrosch und Erdkröte kennenlernen.

Lurche

Die Lurche zählen zu den Wirbeltieren. Lurche untergliedern sich in Froschlurche - also Frösche, Kröten, Unken - und Schwanzlurche - also Salamander und Molche.

Skelett der Froschlurche

Froschlurche haben keinen Schwanz. Die Zahl der Wirbel ist klein, dafür ist das Becken in die Länge gezogen. Ihre Hinterbeine sind stark entwickelt - damit können Frösche richtig weit springen.

Lebensraum und Lebensweise der Froschlurche

Grasfrosch und Erdkröte gehören zu den Froschlurchen und sind gut an ihren Lebensraum angepasst. Ihre braune Farbe tarnt sie gut im dichten Gras, in feuchten Wiesen aber auch in ufernahen Gewässern. Denn auch im Wasser können sich Froschlurche schnell fortbewegen - das liegt an den Schwimmhäuten, die sich zwischen ihren Zehen spannen.

Froschlurche sind Amphibien - das heißt, dass sie sowohl an Land als auch im Wasser zu Hause sind. Aber wie atmen Froschlurche im Wasser? Besitzen sie Kiemen wie Fische? Nein!

Atmung

Froschlurche atmen mit einer Lunge - genauso wie der Mensch. Indem sie ihren Mundboden nach unten dehnen saugen sie Luft an. Diese Luft wird anschließend in die Lunge gepresst. Die Lunge von Froschlurchen ist aber nicht besonders leistungsfähig. Deshalb verfügen Grasfrosch und Erdkröte - genauso wie alle anderen Lurche auch - zusätzlich über eine Hautatmung.

Unter der dünnen, feuchten Haut liegen feine Blutgefäße. Direkt über die Haut wird Sauerstoff aufgenommen und Kohlendioxid an die Umgebung abgegeben. Der Anteil der Hautatmung an der Gesamtatmung von Froschlurchen ist von Art zu Art unterschiedlich, beträgt aber ungefähr 50%. Also die Hälfte!

Damit die Hautatmung funktioniert, muss die Haut immer feucht sein. Schleimdrüsen sorgen dafür, dass ein Froschlurch immer schön glitschig ist. Froschlurche sind Feuchtlufttiere. Die Hautatmung funktioniert übrigens auch unter Wasser - Im Wasser ist nämlich auch Sauerstoff gelöst und deshalb können Grasfrosch und Erdkröte minutenlang unter Wasser bleiben ohne aufzutauchen.

Froschlurche im Winter

Die Kälte zieht ein! Da Froschlurche wechselwarm sind - ihre Körpertemperatur also stets der Umgebungstemperatur entspricht - werden Grasfrosch und Erdkröte in der kalten Jahreszeit mit sinkender Temperatur immer unbeweglicher. Schließlich fallen sie in die sogenannte Winterstarre, aus der sie erst im beginnenden Frühling wieder erwachen.

Nahrung

Und wenn sie nicht in der Winterstarre sind, dann fressen die Froschlurche. Aber was und wie fressen sie? Grasfrosch und Erdkröte sind nacht- und dämmerungsaktiv. Sie fressen Würmer, Spinnen und Insekten und sind dabei sehr nützliche Schädlingsvertilger.

Zum Beutefang nutzen Froschlurche ihre Schleuderzunge. Froschlurche sind Ansitzjäger. Sie sitzen also da und warten, bis die passende Mahlzeit vorbeikriecht oder vorbeifliegt. Dann schleudern sie ihre klebrige Zunge auf ihr Opfer und verspeisen es.

Fortpflanzung

Zur Paarung kehren Erdkröten immer in jenes Gewässer zurück, in dem sie selber entstanden sind. Das ist die berühmte Krötenwanderung. Zur Fortpflanzung klammert sich das Froschlurchmännchen an das Froschlurchweibchen, welche ihre Eier ins Wasser ablegt.

Grasfrösche legen Laichballen, Erdkröten Laichschnüre. Das Männchen befruchtet die Eier, aus denen später die Larven - die so genannten Kaulquappen schlüpfen. Kaulquappen atmen mit Kiemen und entwickeln sich erst nach und nach zu erwachsenen Froschlurchen. Dabei wachsen ihnen Beine, der Schwanz bildet sich zurück. Schließlich kriechen sie an Land und steigen auf die Lungenatmung um.

Feinde

Feinde der Froschlurche sind Marder, Schlangen oder auch große Vögel. Der Grasfrosch entkommt oft durch einen mächtigen Sprung. Die Erdkröte springt sehr schlecht, aber sie hat eine andere Strategie: Giftdrüsen in der Haut bilden ein Gift, das Fressfeinden auf den Schleimhäuten brennt. Nicht selten würgen Feinde geschluckte Erdkröten deshalb schnell wieder heraus.

Zusammenfassung

Nun weißt du, dass Grasfrosch und Erdkröte zu den Froschlurchen gehören. Sie leben an Land, aber auch im Wasser. Und mit ihrer Hautatmung können Froschlurche lange unter Wasser bleiben. Froschlurche können bequem sitzen bleiben und vorbeikriechende Beute mit ihrer Schleuderzunge einfangen.

Ist Gefahr in der Nähe, springt der Grasfrosch weg. Die Erdkröte hingegen bleibt weiter bequem sitzen und verteidigt sich mit dem Gift ihrer Giftdrüsen auf der Haut. Dieses schmeckt den meisten Fressfeinden meistens eh gar nicht! Ziemlich clerver! Tschüss und bis zum nächsten mal!

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9 Kommentare
  1. Profilbild

    Wie wäre es , wenn man die "Löschaktionen" am whiteboard im Video wegließe? Sie haben keinen Informationsgehalt und dienen bestenfalls als gedankliches Pausenprogramm.

    Von Peer M., vor mehr als einem Jahr
  2. Default

    Das ist du genial

    Von Eman Moustafa, vor fast 2 Jahren
  3. Default

    Das Video ist sehr gut gemacht, doch ich habe noch eine Anmerkung. Zu den Schwanzlurchen zählen nicht nur Salamander und Molche, sondern es gibt auch noch Olme. Das wollte ich noch anmerken.

    Von Thomas Machtinger, vor mehr als 2 Jahren
  4. Marcel

    Entschuldige die späte Antwort. Die hemische Erdkröte ist für uns im Grunde harmlos. Der Hautkontakt bleibt ohne Folgen. Jedoch solltest du deine Hände nach dem Kontakt waschen. Die leichten Auswirkungen des Giftes wirst du nur bemerken, wenn es in dein Blut, dein Verdauungstrakt oder deine Augen kommt.

    Von Marcel Schenke, vor mehr als 2 Jahren
  5. Default

    marcel, ja genau, sind sie für mich oder meine Haut schädlich/giftig?

    Von Sischoe, vor mehr als 2 Jahren
  1. Marcel

    Bitte formuliere deine Frage nochmals genauer :) Möchtest du wissen ob die Erkröte für einen Menschen giftig ist?

    Von Marcel Schenke, vor mehr als 2 Jahren
  2. Default

    ich nehme die erdkröten aber in die hand und mir brennt es nicht auf der haut oder so!?????

    Von Sischoe, vor mehr als 2 Jahren
  3. Default

    ich habe einen teich im garten und dort dind voll die vielen frösche:)

    Von Sischoe, vor mehr als 2 Jahren
  4. Default

    Sehr gut gemachtes Video, leicht verständlich und sehr informativ ! Danke.

    Von Mgruss20, vor mehr als 3 Jahren
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