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Transkript Friedfische und Raubfische

Hallo! Weißt du, was ein Friedfisch ist und wie er sich körperlich an seine Ernährungsweise angepasst ist? Wodurch unterscheidet sich ein Friedfisch von einem Raubfisch? Und haben irgendwann die Raubfische alle Friedfische aufgefressen? All das erfährst du in diesem Video.

Definition Friedfisch

Was ist denn eigentlich ein Friedfisch? Ein Friedfisch lebt relativ friedlich - was aber nicht heißt, dass Friedfische reine Vegetarier sind. Friedfische ernähren sich von Pflanzenteilen, aber auch von Kleintieren wie zum Beispiel Würmer, Krebse und Schnecken.

Manchmal schnappen sie auch nach Insekten und Pflanzensamen, die auf die Wasseroberfläche gefallen sind. Zum Beispiel Mücken oder die Samen von Bäumen und Sträuchern. Friedfische greifen also keine anderen Fische an.

Beispiel Karpfen

Ein typisches Beispiel für einen Friedfisch ist der Karpfen. Der Karpfen lebt in heimischen Gewässern. Am liebsten mag er es, wenn das Wasser warm ist und nicht zu schnell fließt. Er lebt also in Teichen und Seen. Der Karpfen ist gut an seine Lebensweise als Friedfisch angepasst.

Mit fadenartigen Sinnesorganen, den sogenannten Barteln, streift der Karpfen am Grund des Gewässers entlang. So kann er mühelos Würmer, Schnecken und Krebse aufstöbern. Hat er Kleingetier gefunden, dient ihm sein Maul als perfektes Fanginstrument.

Der Karpfen kann sein Maul nämlich rüsselförmig nach vorne ausstülpen und seine Beute aufsaugen. Wenn er dabei zu viel Schlamm aufnimmt, spuckt er ihn einfach wieder aus. Die Zähne des Karpfen liegen weit hinten im Maul und dienen dem Zerkleinern von Nahrung.

Als Friedfische müssen Karpfen keine schnellen Schwimmer sein, denn die Beute von Karpfen ist nicht schwer zu fangen. Ganz anders sieht das bei den Raubfischen aus.

Definition Raubfisch

Ein Raubfisch ist ein Fisch, der auch andere Fische jagt. Manchmal fressen sie aber auch gerne mal Frösche, schwimmende Mäuse und junge Wasservögel.

Beispiel Hecht

Ein typisches Beispiel für einen Raubfisch ist der Hecht. Der Hecht lebt in heimischen Gewässern. Am liebsten versteckt er sich in der Uferzone, dort wo ihm Schilfgras und andere Wasserpflanzen gute Deckung verschaffen. Ein Hecht kann bis zu eineinhalb Meter lang werden. Sein Körper ist perfekt an seine Lebensweise als Jäger angepasst.

Die Zeichnung seiner Haut ist grünlich und dunkel gestreift. So ist der Hecht für Beutefische kaum zu sehen, wenn er regungslos zwischen den Wasserpflanzen lauert. Man spricht von einer Tarnfärbung. Hat der Hecht ein Opfer ausgemacht, schwimmt er ganz langsam näher, er pirscht sich an. Dabei verwendet er nur seine Brust- und Bauchflossen, um nicht zu viel Wasser aufzuwirbeln.

Ist er nah genug an seinem Opfer dran, schießt er durch einen kräftigen Stoß seiner Schwanzflosse auf die Beute zu und schnappt sie. Der Körper des Hechts ist schlank und stromlinienförmig. Dadurch kann er sich schnell durch das Wasser bewegen und sich auf Beute stürzen.

After- und Rückenflosse stehen weit hinten - das erhöht die Wirkung der Schwanzflosse. Zum Zupacken kann der Hecht sein längliches Maul weit aufreißen. Und beim Festhalten der Beute helfen ihm seine spitzen, leicht nach hinten gerichteten Zähne. Der Hecht ist also der perfekte Raubfisch.

Nahrungskette im Wasser

Aber wie wird in einem Gewässer das Gleichgewicht zwischen Jäger und Gejagten gehalten? Was ist, wenn zb die Hechte alle Beutefische gefressen haben - müssen sie dann selber verhungern?

Das Gleichgewicht in einem Gewässer regelt die Natur von selber. Gibt es zu viele Jäger, können nicht alle genug Nahrung finden und sie sterben zum Teil. Wie auch an Land, funktioniert auch das Leben im Wasser als Nahrungskette.

Wasserpflanzen und Algen werden von Kleingetier gefressen - zb vom Hüpferling. Der Hüpferling wird von Friedfischen - zb vom Karpfen gefressen. Der Karpfen wiederum wird von Raubfischen gefressen - zb vom Hecht.

Es gibt aber immer viel mehr Algen als Kleingetier - mehr Kleingetier als Friedfische - und immer mehr Friedfische als Raubfische. So überleben immer genug Exemplare auf jeder Stufe der Nahrungskette. Wenn der Mensch in die Natur eingreift, dann kann es vorkommen, dass das Gleichgewicht durcheinander gebracht wird.

Zusammenfassung

Es gibt also Friedfische und Raubfische. Friedfische ernähren sich von Pflanzenteilen und Kleingetier. Raubfische jagen Fische, Frösche oder andere Säugetiere. Sowohl der Friedfisch als auch der Raubfisch ist perfekt an seine Lebensweise angepasst. Tschüss und bis zum nächsten Mal.

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3 Kommentare
  1. Default

    mein Bruder kennt sich damit besser aus als ich der ist Angler

    Von Rahel M., vor 2 Monaten
  2. Marcel

    Hallo :)
    Karpfen betreiben eigentlich gar keine Brutpflege.

    Von Marcel Schenke, vor fast 2 Jahren
  3. Penguins

    Macht den das Karpfmännchen Brutpflege?

    Von Chandrawali B., vor fast 2 Jahren