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Transkript Fortbewegung von Fischen

Hallo! Wie sich Menschen an Land fortbewegen, das weißt du. Sie gehen und verwenden dafür ihre Beine. Und wie sieht das im Wasser aus? Beim Brustschwimmen stoßen Menschen das Wasser mit Bewegungen, die einem schwimmenden Frosch ähneln, nach hinten. Beim Kraulen sieht das so aus - die Beine strampeln dabei und verschaffen Vortrieb. Aber wie machen das Fische?

Fische haben weder Arme noch Beine und sind doch viel schnellere Schwimmer als der Mensch. In diesem Video zeigen wir dir, wie sich Fische fortbewegen. Und du wirst sehen, dass es da von Fischart zu Fischart durchaus Unterschiede gibt.

Die Flossen

Das wichtigste Fortbewegungsmittel von Fischen sind die Flossen. Flossen bestehen aus knorpeligen oder knöchernen Flossenstrahlen, die von einer Haut überzogen sind. In der Regel besitzt ein Fisch paarige Brust- und Bauchflossen, eine Afterflosse, eine Schwanzflosse und eine Rückenflosse. Die Flossen dienen nicht nur zur Fortbewegung, sondern auch zur Steuerung.

Die Fortbewegung des Fisches

Die meisten Fische verwenden zur Fortbewegung ihre hin- und her- schlagende Schwanzflosse. Zusätzlich vollführen sie mit ihrem Rumpf eine schlängelnde Bewegung. Die Bachforelle ist ein Beispiel für diese klassische Fortbewegungsart. Rücken- und Afterflosse stabilisieren dabei die Lage des Fisches im Wasser.

Brust- und Bauchflossen werden hauptsächlich zur Steuerung verwendet. Sie können aber auch zum Bremsen dienen. Obwohl sich die meisten Fische auf diese Weise fortbewegen - also Antrieb durch Schwanzflosse plus Schlängeln, gibt es durchaus Ausnahmen.

Der Schwertfisch etwa liegt ganz starr im Wasser, sein Körper schlängelt gar nicht. Aber dank seiner starken Schwanzflosse gehört er zu den schnellsten Schwimmern überhaupt. Er bringt es auf bis zu 100 Kilometer pro Stunde!

Beim Palettendoktorfisch sind es die Brustflossen, die den Antrieb übernehmen - die Schwanzflosse dient allein zum Lenken.

Der Drückerfisch wiederum bewegt sich mit der gleichzeitigen Bewegung von Rücken- und Afterflosse fort.

Ein Kugelfisch wiederum benutzt alle Flossen gleichzeitig, um vorwärts zu kommen. Du siehst, wieviele und welche Flossen zur Fortbewegung verwendet werden, ist von Art zu Art unterschiedlich.

Beispiel Grundel

Wir wollen uns noch ein paar Beispiele von ganz besonderen Fortbewegungsarten ansehen. Die Grundel hat keine Schwimmblase und sinkt daher auf den Grund des Gewässers. Sie ist ein Bodenbewohner. Zur Fortbewegung drückt sie sich mit ihrem Schwanz vom Boden ab und hopst vorwärts statt zu schwimmen.

Beispiel Zitteraal

Der Zitteraal wiederum besitzt nur sehr kleine Brustflossen. Rücken-, Schwanz- und Bauchflossen fehlen ihm gänzlich. Dafür erstreckt sich die Afterflosse als Flossensaum über die gesamte Länge des Fisches. Den Antrieb besorgen rhythmische Bewegungen der langen Afterflosse, die in kleinen Wellen durch den Flossensaum tanzen.

Beispiel Thunfisch

Der Thunfisch benutzt - ähnlich wie der Schwertfisch - kaum seinen Rumpf zur Fortbewegung. Das Schlängeln entfällt fast gänzlich. Dennoch sind Thunfisch außerordentlich schnelle Schwimmer.

Für ihre Spitzengeschwindigkeiten legen sie ihre Rücken-, After- und Bauchflossen in rillenförmige Vertiefungen. So minimieren sie den Wasserwiderstand und bringen es - dank starker sichelförmiger Schwanzflosse - auf bis zu 80 km/h.

Beispiel Hai

Wie die Grundel besitzen auch Haie keine Schwimmblase. Also muss ein Hai ständig in Bewegung sein, um nicht auf den Grund zu sinken. Die Flossen von ihnen sind starr. Haie bewegen sich klassisch fort: Sie schlängeln sich elegant durchs Wasser und vertrauen gleichzeitig auf ihre starke Schwanzflosse, die aus einem oberen und einem unteren Flossenlappen besteht.

Aber Haie beherrschen noch einen ganz besonderen Trick: Indem sie Wasser mit hoher Geschwindigkeit aus den Kiemenhöhlen drücken, machen sie sich das Rückstoßprinzip zunutze und können so ihre Geschwindigkeit nochmal erhöhen. Der Mondfisch kann das übrigens auch.

Zusammenfassung

Zur Fortbewegung nutzen Fische ihre Flossen. Dabei spielt die Schwanzflosse meist die wichtigste Rolle. Die übrigen Flossen dienen zur Stabilisierung und Steuerung.

Zusätzlichen Antrieb verschafft ihnen ihre schlängelnde Bewegung. Diese wellenhafte Bewegung machen sich Menschen beim Schwimmstil namens Schmetterling - oder auch Delfin genannt - zunutze. Probiers mal aus! Tschüss und bis zum nächsten Mal!

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8 Kommentare
  1. Default

    Hallo

    Von S Mrasek, vor 2 Monaten
  2. Serpil

    Hallo Elias,
    alle Abbildungen werden von uns illustriert. Vielen Dank für das Lob :)
    LG

    Von Serpil Kilic, vor 6 Monaten
  3. Default

    Wurden die Bilder von den Fischen selbst gemalt?

    Wen ja dan war das sehr gut gemalt

    Von Elias 2005, vor 6 Monaten
  4. Default

    tank ya :3

    Von Serpiltozlu, vor 10 Monaten
  5. Penguins

    Ich fand das mit den Experimenten toll :)

    Von Chandrawali B., vor fast 2 Jahren
  1. Default

    Ich fands echt gut

    Von Felimann02, vor etwa 2 Jahren
  2. Default

    Super !!!!!!!!

    Von Martina Maria Beck, vor etwa 2 Jahren
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    Das ist sehr gut erklärt !

    Von Perinpanayagam R., vor mehr als 2 Jahren
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