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Transkript Extreme Lebensräume – Anpassung von Pflanzen und Tieren

Extreme Lebensräume – Pflanzen und Tiere

Hallo! Sicher warst Du schon einmal ganz durstig, als es im Sommer ziemlich heiß und trocken war. Oder dir war ganz kalt, wenn Du im Winter draußen warst. Aber es gibt Lebensräume, die noch viel extremer sind als unsere heimische Natur.

Denk zum Beispiel an Wüsten, Salzseen oder die polaren Eismeere. Und trotzdem gibt es jede Menge Tiere und Pflanzen, die unter solchen extremen Bedingungen problemlos leben können. Diese haben sich nämlich besonders an diesen Lebensraum angepasst und können so unter Bedingungen überleben, unter denen andere Tiere oder Pflanzen sterben würden. Dafür gibt es einige unglaubliche Beispiele. Welche das sind, siehst du in diesem Video!

Gehen wir zunächst in die heißen und trockenen Gebiete der Erde: die Wüsten. Und obwohl es dort sehr heiß ist und nur selten regnet, leben dort Pflanzen und Tiere. Diese müssen an die Bedingungen angepasst sein, indem sie Wasser speichern oder nur wenig Wasser verlieren. Kakteen und Sukkulenten können Wasser in ihrem Gewebe speichern und dann lange Zeit ohne Regen leben.

Außerdem besitzen Sie ein dickes ledriges Abschlussgewebe, das den Wasserverlust reduziert. Oftmals haben diese Pflanzen auch Haare, die die Verdunstung von Wasser verhindern.

Neben Pflanzen können natürlich auch Tiere in diesen Klimabereichen der Erde leben: Sicher kennst Du Kängururatten aus dem Zoo, oder? Kängururatten sind auch an das Leben in der Wüste angepasst. Sie leben in tiefen Erdbauten, weil es dort schön kühl ist. Außerdem besitzen sie einen sehr angepassten Wasser-Stoffwechsel.

Sie können zum Beispiel ihre Ausatemluft herunter kühlen, so dass das Wasser in der Atemluft im Körper kondensiert und so nicht ausgeatmet wird. Daher brauchen Kängururatten nur wenig Wasser zum Überleben.

Schauen wir unsjetzt mal einen anderen sehr extremen Lebensraum an: die kalten Gewässer rund um die Antarktis. Die Wassertemperaturen liegen dort um den Gefrierpunkt herum. Kannst Du Dir vorstellen, dass dort trotzdem Tiere leben können? Der Eisfisch ist ein Beispiel für ein solches Tier, das an die extreme Kälte dieser Gewässer angepasst ist. Das Blut des Menschen würde bei diesen Temperaturen gefrieren bzw. würden die roten Blutkörperchen des Blutes zerstört werden.

Wie Du sicher weißt, transportieren die roten Blutkörperchen den Sauerstoff in unserem Körper und sind daher ganz besonders wichtig. Eisfische haben keine roten Blutkörperchen für den Sauerstofftransport. Bei ihnen wird der Sauerstoff einfach physikalisch im Blut gelöst. Das ist zwar nicht so effektiv wie der Sauerstofftransport mittels Blutkörperchen, aber aufgrund des hohen Sauerstoffgehaltes der polaren Gewässer und des geringen Sauerstoffverbrauchs des Eisfisches reicht diese Form der Sauerstoffversorgung vollkommen aus.

Außerdem findet man im Blut von Eisfischen Eiweißstoffe, die verhindern, dass sich Eiskristalle im Blut bilden. Diese Eiweiße sind sozusagen ein Frostschutzmittel und ermöglichen es dem Fisch, in Gewässern zu leben, in denen das Blut anderer Tiere bereits gefrieren würde.

Und hast Du schon einmal einen Salzsee gesehen? Auch das ist nämlich ein extremer Lebensraum, da dort sehr hohe Salzkonzentrationen herrschen und die Seen häufig austrocknen. Aber auch dort gibt es Tiere, die sich perfekt an diese Bedingungen angepasst haben: Die Salinenkrebschen. Diese können Salz über ihre Kiemen ausscheiden und verhindern so, dass die Salzkonzentration im Körper zu hoch wird.

Außerdem können sie so genannte Dauereier legen, die lange Zeit ohne Wasser überleben können. Das hilft den Eiern, auch zu überleben, wenn ein Salzsee austrocknet.

Ganz ähnlich machen es auch die Bärtierchen. Das sind mikroskopisch kleine Lebewesen, die in Gewässern leben. Wenn die Umweltbedingungen zu extrem sind, also wenn eine Pfütze zum Beispiel austrocknet oder gefriert, können sich die Bärtierchen in einen todesähnlichen Zustand versetzen. In diesem Zustand drosseln sie zum Beispiel ihren Stoffwechsel auf ein Minimum und brauchen daher auch keine Nahrung. Wenn die Umweltbedingungen wieder besser sind, leben sie normal weiter.

Du siehst also, dass es in der Tier- und Pflanzenwelt die verschiedensten Arten der Anpassung an extreme Lebensräume gibt. Dazu gehören verschiedene Mechanismen, die es den Tieren und Pflanzen ermöglichen, mit wenig Wasser, extremen Temperaturen oder hohen Salzkonzentrationen zurecht zu kommen.

Vielleicht fallen Dir die Beispiele aus diesem Video ein, wenn Du das nächste Mal im eisig kalten Winter frierst oder wenn Du im Sommer Durst hast und Dir warm ist. Es gibt nämlich jede Menge Tiere und Pflanzen, die unter viel extremeren Bedingungen leben können. Tschüss und bis zum nächsten Mal!

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