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Transkript Erregungsleitung innerhalb der Nervenzelle

Hallo, mein Name ist Sabine und in diesem Video möchte ich dir die Erregungsleitung im Axon erklären. Nach diesem Film weißt du dann, wie ein Aktionspotential vom Axonhügel bis zum Endknöpfchen weitergeleitet wird. Als Erstes betrachten wir das Axon ohne Myelinscheide, also die marklose Nervenfaser. Es liegt ein Ruhepotential an, das heißt die Zwischenzellflüssigkeit ist gegenüber dem Cytoplasma positiv geladen. Wenn an der Stelle A ein Aktionspotential auftritt, wird die Membran umgepolt. Sowohl in der Zwischenzellflüssigkeit, als auch im Cytoplasma grenzen jetzt frei bewegliche Ladungen aneinander. Die gegensätzlichen Ladungen ziehen sich an und in der Umgebung der Stelle A beginnen die Ionen zu wandern. Das heißt konkret: In der Zwischenzellflüssigkeit werden die Chloridionen die Natriumionen von der Stelle B zur Stelle A ziehen. Durch das Aktionspotential an der Stelle A befinden sich im Cytoplasma sehr viele Natriumionen und Kaliumionen, die beide positiv geladen sind. Die Natriumionen werden abgestoßen und wandern Richtung Stelle B. Durch diese Ionenwanderung wird die Stelle B nach und nach depolarisiert und es kann ein Aktionspotential ausgelöst werden. Wir du sicherlich weißt, ist die kontinuierliche Erregungsleitung an marklosen Fasern deutlich langsamer als die saltatorische an Fasern mit Myelinscheide. Doch warum ist das so? Zum einen liegt das daran, dass die Ionen sich über die Membran hin anziehen, das heißt die Chloridionen ziehen immer noch die Natriumionen im Cytoplasma an und die organischen Anionen ziehen die Natriumionen an der Stelle B aus der Zwischenzellflüssigkeit an. Außerdem sind die organischen Anionen im Cytoplasma unbeweglich. Das heißt die wandernden Natriumionen kommen nur sehr schwer an ihnen vorbei. Zu guter Letzt gibt es auch noch Leckströme, die bewirken, dass einige der beweglichen Ionen durch die Membran hindurch diffundieren können. Diese 3 Gründe sorgen dafür, dass die Ionenwanderung verlangsamt ist und somit die Erregungsleitung am Axon ohne Myelinscheide langsamer ist. Nun kommen wir zur Erregungsleitung im Axon mit Myelinscheide, das ist also eine markhaltige Nervenfaser. Diese zeichnet sich dadurch aus, dass sie regelmäßig von Schwannschen Zellen umwickelt wird, die als Isolationsschicht dienen. Aktionspotentiale entstehen immer im Zwischenraum von 2 Schwannschen Zellen, dem Ranvierschen Schnürring. Wenn hier an der Stelle A ein Aktionspotential auftritt, passieren die selben Vorgänge wie beim Axon ohne Myelinscheide, doch hat die Isolationsschicht aus Schwannschen Zellen einige Vorteile zu bieten. Durch die Schwannschen Zellen herrscht ein großer Abstand zwischen Zwischenzellflüssigkeit und Cytoplasma. Daher können sich die Ionen in den beiden Flüssigkeiten nicht gegenseitig anziehen. Außerdem gibt es keine Leckströme, da die beweglichen Ionen nicht durch die Schwannschen Zellen hindurch kommen. Somit springen die Aktionspotentiale von Schnürring zu Schnürring und in markhaltigen Nervenfasern können somit Spitzengeschwindigkeiten in der Weiterleitung von Erregungen von 120 m/s erreicht werden. Dieses Thema ist zugegeben sehr schwierig. Ich hoffe, ich konnte trotzdem einige deiner Fragen zu diesem Thema beantworten. Ich bedanke mich für das Zusehen und hoffentlich bis bald, Sabine.

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10 Kommentare
  1. Default

    Also wirklich besser verstanden habe ich es jetzt auch nicht... Viel zu zack zack zack...

    Von Jens Aha, vor etwa einem Jahr
  2. Default

    Nein es ist schon okay, ich muss es falsch gesehen haben bei mir hing das video. Alles gut, das ist richtig so.

    Von Saramaggi, vor mehr als einem Jahr
  3. Default

    Bei 3:18 ist die zeichnung falsch, anfangs müsste oben minus und unten plus sein und dann müsste das das aktionspotenzial sein und daneben dann oben plus und unten minus denn die sprecherin sagt, dass wenn an punkt A ein aktionspotenzial auftritt gelten die gleichen schritte wie bei dem axon ohne myelinscheide, aber dann müsste ja auch punkt b im ruhepotenzial vorliegen,

    Ich bitte um eine erklärung oder ggf. Verbesserung,

    Danke.

    Von Saramaggi, vor mehr als einem Jahr
  4. Default

    Hat sich schon erledigt. Ich hatte gerade einen dummen Denkfehler und habe gedanklich die Kalium - und Chlorid Ionen vertauscht. Tut mir Leid. Sonst super Video!

    Von Maikwiegand, vor etwa 2 Jahren
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    Warum ziehen die Kalium Ionen die Natriumionen an? Gleiche Ladungen stoßen sich doch ab?!

    LG

    Von Maikwiegand, vor etwa 2 Jahren
  1. Default

    Ich finde das Video inordnung, hättest vielleicht für nicht schnell verstehende "Biologen" etwas langsamer sprechen können ;)

    Von Souhailahernandez, vor etwa 2 Jahren
  2. Jan

    Hey Sonja,
    am Anfang habe ich ein kleines "Krisseln" gehört. Sonst habe ich aber keine Störungen feststellen können. Ich hoffe der Inhalt des Videos konnte dir trotzdem helfen.

    Von Jan Ruppe, vor etwa 3 Jahren
  3. Default

    entweder ist mein internet kaputt oder das video! man hört es nur völlig abgehackt.

    Von Sonja E., vor etwa 3 Jahren
  4. Cimg1253

    Jep, richtig verstanden ^^

    Von Sabine Basine, vor etwa 4 Jahren
  5. Default

    Bedeutet das, dass die saltatorische Erregungsleitung nur an markahaltigen Nervenfasern mit Myelinscheide stattfindet und die kontinuierliche Erregungsleitung nur an marklosen Nervenfasern? Hab ich das richtig Verstanden?

    Von Maleen, vor etwa 4 Jahren
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