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Transkript Drogensucht – Wirkung von Opium

Hallo, mein Name ist Sabine und in diesem Film möchte ich dir am Beispiel des Opiums das Zustandekommen einer Drogensucht erklären. Opium wird aus dem Schlafmohn gewonnen und sein Hauptbestandteil ist das Morphin, das auch als Schmerzmittel verwendet wird. Dem Morphin ähnlich ist das Heroin, auch eine sehr bekannte Droge. Morphin kann oral eingenommen werden, geraucht oder auch injiziert werden. Es löst einen 6-8-stündigen Rausch aus. Nachwirkungen dieses Rausches können Verstopfung, Übelkeit und Erbrechen sein. Der Konsument verspürt nach der Einnahme von Opium ein starkes Hochgefühl. Er besitzt ein gesteigertes Selbstvertrauen, Schmerz- und Angstzustände sind gelindert, seine Fantasie wird beflügelt und er wird darüber hinaus beruhigt und schläfrig. Wie kommt es zu dieser Wirkung? Im Gehirn hat man vor einiger Zeit Morphinrezeptoren entdeckt. Das war sehr verwunderlich, denn warum sollte es für einen pflanzlichen Stoff in einem tierischen Körper Rezeptoren geben? Wenig später entdeckte man die Gruppe der Enkephaline und der Endorphine. Die sind so ähnlich gebaut wie Morphin, das heißt, Morphin passt auf die Rezeptoren für Enkephalin und Endorphine. Enkephaline sind schmerzhemmend. Dazu zeichne ich jetzt mal zwei Synapsen. Die große Synapse soll eine Schmerzinformation weiterleiten. An ihr dran hängt eine kleine Synapse. In dem kleinen Axonendknöpfchen sind kleine lila Vesikel mit pinken Enkephalinen. Diese Enkephaline durchqueren den synaptischen Spalt und docken am großen Axonendknöpfchen an den grünen Rezeptoren an. Dadurch wird die Weiterleitung der Schmerzinformation im großen Axonendknöpfchen unterbunden. Die Vesikel schütten ihre blauen Transmitter nicht aus und so kann die Information nicht auf die andere Seite gelangen, zu den hellblauen Rezeptoren. Die Schmerzweiterleitung wird unterbunden. Das heißt, Morphin ist ein sehr gutes Schmerzmittel und kann eben beruhigen. Eine ähnliche Wirkung wird auch Alkohol, Nikotin und Barbituraten nachgesagt. Barbiturate sind in Schlafmitteln enthalten. Daher sind Alkohol und Nikotin sowie Schlafmittel sehr beliebte Volksdrogen. Wie kommt nun eine Opiumsucht zustande? Der schwarze Strich soll eine Zellmembran darstellen, die mit blauen Rezeptoren durchbrochen ist. An diesen Rezeptoren können Hormone andocken, das sind die grünen Kästchen. Diese Hormone aktivieren das Signalmolekül CAMP, cyclisches Adenosinmonophosphat. Dieses Molekül löst eine Signalkette aus und damit einen bestimmten Stoffwechselschritt. Das ist der Normalzustand. Enkephaline bzw. Opiate können in diesen Prozess eingreifen, indem sie sich an einen hellblauen Rezeptor binden und ihn langfristig blockieren. Dadurch wird das Wohlbefinden verändert. Wird die Zelle aber von einem Überangebot an Opiaten getroffen, so bildet sie, um die CAMP-Aktivität wieder zu normalisieren, neue Rezeptoren aus. Dadurch gibt sich die Notwendigkeit mehr Opiat zu nehmen, um das gesteigerte Wohlbefinden wieder zu erreichen. Wird das Opiat, also die Droge, abgesetzt und der Süchtige macht einen Entzug, kommt es zu einer erhöhten Stoffwechselaktivität, da nun das Signalmolekül zyklisches Adenosinmonophosphat im erhöhten Maße da ist und deswegen die Zelle überreagiert. Das äußert sich dann in den Entzugserscheinungen, die jeder Süchtige hat, also Krämpfe, Schweißausbrüche, Übelkeit und so weiter. Konsumiert man Opium über einen sehr langen Zeitraum, können sich folgende Langzeitfolgen einstellen: Appetitlosigkeit, die zu Abmagerung und völliger Entkräftung führen kann, Kreislaufstörungen, Muskelschmerzen, psychische Abhängigkeit, Depressionen, Apathie, das heißt Teilnahmslosigkeit und Antriebsschwäche. Ich hoffe dieser Film konnte dir die Gefährlichkeit von Drogen anschaulich erklären. Lasst am besten die Finger davon. Ich bedanke mich fürs Zusehen und dein Interesse. Bis bald, Sabine.

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1 Kommentar
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    ich find die Suchtbildung sehr interessant die auf der Ausbildung neuer Rezeptoren beruht nur frage ich mich ob diese neu enstandenen Rezeptoren wieder zurückgebildet werden. Wenn dies nicht der Fall wäre bräuchte man ja immer und immer mehr von dem Stoff um die gleiche Wirkung zu erzielen.

    Von Christian O., vor mehr als 4 Jahren