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Transkript Die Lunge – Ort des Gasaustauschs

Die Lunge - Ort des Gasaustauschs

Hallo! Ohne atmen, kein Leben - das ist kein Geheimnis. Aber warum ist das Atmen so lebensnotwendig? Was genau ist der Gasaustausch? Was heisst Diffusion und was sind Höhenkrankheit und Taucherkrankheit? In diesem Video wollen wir uns Aufbau und Funktion der Lunge näher ansehen!

Die Zufuhr von Atemluft in die Lunge erfolgt über Nase und Mund. In der Nase wird die Atemluft erwärmt und befeuchtet, Flimmerhärchen halten Schmutzteilchen und Krankheitserreger zurück. Von der Mundhöhle führt der Weg der Atemluft über den Kehlkopf in die Luftröhre. Kräftige Knorpelringe sorgen dafür, dass die Luftröhre nicht zusammengedrückt wird.

Die Luftröhre teilt sich am Ende in die zwei Hauptbronchien, die in den zwei Lungenflügeln enden. Der rechte Lungenflügel besteht aus drei Lappen, der linke aus zwei. Die Bronchien in den Lungenflügeln verzweigen sich immer weiter. Die feinsten Atemkanälchen werden Bronchiolen genannt.

Ganz am Ende sitzen -wie winzige Beeren einer Traube- die Lungenbläschen, die Alveolen. Sie sind nicht größer als 0,5mm. Ihre Haut ist sehr dünn und von feinen Blutgefäßen überzogen, deren Gesamtlänge viele Kilometer beträgt. Eine Lunge besitzt bis zu 700 Millionen Lungenbläschen. Die Lunge hat übrigens keine Muskeln.

Um die Lunge zu vergrößern zieht sich die Zwischenrippenmuskulatur zusammen, was den Brustkorb anhebt - das ist die Brustatmung. Das leicht nach oben gewölbte Zwerchfell, das Brust- und Bauchraum trennt, wird durch die Zwerchfellmuskulatur abgeflacht - das ist die Bauchatmung.

Zwischen dem Rippenfell, eine dünnen Haut um die Rippen, und dem Lungenfell, eine dünne Haut um die Lungen, befindet sich eine Art flüssigkeitsgefülltes Vakuum. Wird der Brustraum durch Brust- und oder Bauchatmung gedehnt, dehnt sich die Lunge dadurch automatisch mit. Durch das Dehnen der Lunge, wird Luft angesaugt. Die Luft strömt bis in die Lungenbläschen.

Dort findet der Gasaustausch statt. Beim Gasaustausch wird das Blut mit Sauerstoff angereichert. Den Sauerstoff benötigt der Körper, um aus den Nährstoffen Energie zu gewinnen. Das passiert in allen Zellen des Körpers - vorallem im Gehirn und in den Muskeln. Ohne Gasaustausch fehlt dem Körper schnell die lebensnotwendige Energie, ein Überleben ist nicht möglich. Die Einatemluft besteht aus 78% Stickstoff, 21% Sauerstoff, 0,03% Kohlendioxid und knapp 1% anderen Gasen.

Den Gasaustausch kannst du dir stark vereinfacht so vorstellen: Die Sauerstoffkonzentration im Blut der feinen Blutgefäße der Lungenbläschen beträgt weniger als 21%. Das Gefälle bewirkt, dass Sauerstoff aus der Einatemluft ins Blut übergeht. Dieses Prinzip heißt Diffusion.

Umgekehrt ist der Kohlendioxidgehalt im Blut an den Lungenbläschen höher als in der Einatemluft in den Lungenbläschen. Kohlendioxid diffundiert über die dünne Haut der Lungenbläschen nach außen. Der gesamte Vorgang heisst Gasaustausch. Die Ausatemluft enthält dann nur noch 17% Sauerstoff, jedoch 4% Kohlendioxid.

Die Lunge ist ein sensibles Organ, das genau auf unseren Lebensraum angepasst ist. In großen Höhen -etwa über 3000 Meter Seehöhe- werden Bergsteiger oft von der Höhenkrankheit befallen. Kopfschmerz, Übelkeit und Schwindel sind die ersten Anzeichen. Da der Luftdruck mit zunehmender Höhe abnimmt, verengen sich die Blutgefäße in der Lunge.

Das vermindert die Sauerstoffaufnahme. Da sich auch der Blutdruck erhöht, besteht die Gefahr von Flüssigkeitsansammlungen in Lunge und Hirn und in weiterer Folge von lebensgefährlichen Ödemen - also einer Schwellung des Gewebes. Durch ein langsames Gewöhnen an die Höhe -die Akklimation- schützen sich Bergsteiger vor der Höhenkrankheit. Auch an die Tiefen des Meeres ist der Mensch und seine Lunge nicht angepasst.

Die Taucherkrankheit -auch Dekompressionskrankheit- ist die große Gefahr beim Auftauchen aus großen Tiefen. Die Ursache dafür ist, dass der Stickstoff, der sich in großen Tiefen vermehrt im Blut ansammelt, beim zu schnellen Auftauchen aus sehr großen Tiefen nicht schnell genug wieder über das Blut und die Ausatemluft abgeben lässt.

Die Folge ist das der viele Stickstoff im Körper als Gas kleine Blasen bildet. Diese Blasen führen zu Verletzungen des Gewebes - etwa in der Lunge. Eine mögliche Unterbrechung der Blutversorgung führt schnell zum Tod. Durch langsames, stufenweises Auftauchen umgehen Taucher die Taucherkrankheit.

Zum Schluss noch ein einfacher Versuch zur Messung deiner Lungenkapazität: Fülle einen durchsichtigen Plastikkanister komplett mit Halb-Liter-Portionen Wasser und bringe entsprechende Markierungen an. Stelle den randvoll gefüllten, geschlossenen Kanister verkehrt rum in eine Wasserwanne und öffne ihn. Blase mit einem Schlauch deine Ausatemluft in den Kanister. An der Skala kannst du ablesen, wieviel Luft du ausgeatmet hast. Wenn du bedenkst, dass auch bei vollständiger Ausatmung stets etwa 1,5 Liter Luft in der Lunge verbleiben, kannst du auch dein Gesamtlungenvolumen errechnen.

Der lebensnotwendige Gasaustausch passiert in den Lungenbläschen, den Alveolen. Sauerstoff, den dein Körper zum arbeiten benötigt, geht ins Blut über, Kohlendioxid wird an die Ausatemluft abgegeben. Beispiele wie Höhenkrankheit oder Taucherkrankheit zeigen, dass die Lunge sehr genau auf unseren natürlichen Lebensraum angepasst ist. Viel Spaß beim Atmen und bis zum nächsten Mal!

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11 Kommentare
  1. Default

    Sehr hilfreich! Dankeschön :)

    Von Jannis Westphal, vor 2 Monaten
  2. Default

    Habe im untericht nicht aufgepasst jetzt habe ichs verstanden danke <3

    Von Nina Heidebrecht, vor 9 Monaten
  3. Default

    Sehr gut erklärt! Vielen Dank :)

    Von Mandeep B., vor 12 Monaten
  4. Penguins

    Jaa. nicht toll das mit der Tonspur. Aber das Video ist super! Danke :)

    Von Chandrawali B., vor mehr als einem Jahr
  5. 017

    Das Video ist super hilfreich, danke dafür! Komisch, dass ich das Thema in der Schule nicht verstanden habe, sondern erst hier im "Internet". ;) Durch das Anschauen von diesem Video, verstehe ich das gesamte Bio-Thema viel, viel besser! :D

    Von Vauceh, vor mehr als einem Jahr
  1. Default

    Jetzt geht die Tonspur, komisch, vorhin wurde bei 1:27 schon über die Höhenkrankheit gesprochen. Das Laden des Videos ist wohl nicht immer ganz zuverlässig.

    Von Daniel Hajek, vor mehr als einem Jahr
  2. Default

    Die Tonspur stimmt nicht, bzw. ist defekt!

    Von Daniel Hajek, vor mehr als einem Jahr
  3. Anna maria

    Hallo,
    ich hoffe, ich habe deine Frage richtig verstanden.
    Die Höhenkrankheit und die Taucherkrankheit sind erst einmal als Gefahren anzusehen. Leidet man jedoch an den entsprechenden Symptomen, so spricht man von einer Krankheit.

    Von Anna Maria Z., vor etwa 2 Jahren
  4. Default

    aber das sind ja keine Krankheiten sondern nur Gefahren des Verfahrens oder?

    Von Rainer J., vor etwa 2 Jahren
  5. Default

    ist sehr hilfreich

    Von Wimedo, vor etwa 2 Jahren
  6. Default

    ist sehr hilfreich

    Von Wimedo, vor etwa 2 Jahren
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