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Transkript Die Geburt eines Kindes

Hallo! Sicher hast du schon einmal vom Klapperstorch gehört, der angeblich die Babys bringt. Jeder weiß, dass dies nur eine Redensart ist. Alle Menschen sind durch den Geburtsvorgang auf die Welt gekommen. An die eigene Geburt und die genauen Abläufe erinnert sich aber wahrscheinlich niemand mehr. In diesem Video wollen wir die Schwangerschaft, die Geburt und die Zeit danach deshalb genau unter die Lupe nehmen.

Schwangerschaft und Vorbereitung auf die Geburt

Mit der Einnistung der befruchteten Eizelle in der Gebärmutter beginnt die Schwangerschaft. Schon nach 8 Wochen sind alle wichtigen Organe des Embyros gut entwickelt. Ab diesem Zeitpunkt nennt man den Embyro Fetus oder Fötus. Das Fruchtwasser, in dem er schwimmt, dämpft Stöße und schützt so vor Verletzungen. Alle lebenswichtigen Nährstoffe bekommt der Fetus über die Nabelschnur, die mit dem Mutterkuchen - der Plazenta - verbunden ist.

Die Plazenta besteht vorwiegend aus Blutgefäßen. In ihr fließen das Blut des Fetus und das der Mutter nur durch eine dünne Membran voneinander getrennt aneinander vorbei. So findet der Austausch von Sauerstoff und anderen Nährstoffen statt. Aber auch Gifte wie Alkohol oder Nikotin gelangen auf diese Weise in den Körper des Kindes und können die Entwicklung schwer schädigen.

Schwangerschaft bedeutet: Verantwortung übernehmen. Für sich selber - und für das ungeborene Kind. Gesunde, ausgewogene Ernährung sind genauso wichtig wie der Verzicht auf Alkohol, Zigaretten und andere Drogen. Auch bestimmte Medikamente können den Fetus schädigen - im Zweifelsfall sollte man immer mit einem Arzt Rücksprache halten!

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind unerlässlich. Mit einem Ultraschallgerät wird dabei ein Bild des Fetus aufgenommen. Die Frauenärztin verfolgt die Entwicklung und prüft die Herztöne. Bewegung und Ruhe sind gleichermaßen wichtig. Schwangerschaftskurse bereiten auf die Geburt vor. Dabei lernt man die nötige Entspannung, den richtigen Einsatz der Bauchmuskeln und eine hilfreiche Atemtechnik.

All das soll die Geburt erleichtern. Wenn die Schwangerschaft erst einmal fortgeschritten ist, sollte man schweres Heben auf jeden Fall vermeiden. Nach 7 Monaten ist der Fetus so weit entwickelt und gewachsen, dass das Kind außerhalb des Mutterleibs überlebensfähig wäre. Durchschnittlich dauert eine Schwangerschaft etwa 40 Wochen - das sind ca. 9 Monate.

Geburt

Die Geburt kündigt sich durch das Einsetzen der Wehen an. Dabei zieht sich die Muskulatur der Gebärmutter zusammen und das Kind, das mittlerweile mit dem Kopf nach unten liegt, wird Richtung Scheidenausgang gedrückt.

Viele Frauen sind zur Geburt gerne in einem Krankenhaus, weil die Anwesenheit von Ärzten sie beruhigt. Andere Frauen finden eine Hausgeburt oder eine Geburt in einem Geburtshaus entspannter, weil ihnen dort die Umgebung vertrauter ist. Jede Frau weiß selbst am besten, was sie braucht.

Wenn die Fruchtblase, in dem der Fetus schwimmt, platzt und das Fruchtwasser über die Scheide ausfließt, spricht man von der Eröffnungsphase. Wenn der Abstand zwischen den einzelnen Wehen kürzer und die Wehen heftiger werden, beginnt die Austreibungsphase.

Mit dem Kopf voran gelangt das Kind über den Gebärmutterausgang und die Scheide - den sogenannten Geburtskanal - ins Freie. Nun macht der Säugling seinen allerersten Atemzug und wird im Normalfall sofort auf den Bauch der Mutter gelegt. Als Entbindung bezeichnet man das Abtrennen der nutzlos gewordenen Nabelschnur, was sowohl für Mutter als auch für Kind schmerzlos ist.

Auch Plazenta und Fruchtblase werden nicht mehr benötigt und werden -als sogenannte Nachgeburt- von der Mutter ausgeschieden. Kommt es während der Geburt zu Komplikationen - ist etwa der Geburtskanal zu eng oder das Kind liegt quer, können Ärzte auch einen Kaiserschnitt vornehmen. Dabei werden Bauchdecke und Gebärmutter durch einen Schnitt geöffnet und das Kind auf diese Weise zur Welt gebracht.

Nach der Geburt

Ein Säugling muss -anders als im Mutterleib- nun selbstständig Nahrung zu sich nehmen und saugt dafür an den Brustwarzen der Mutter. Die Muttermilch enthält alle wichtigen Nährstoffe, die es braucht. Säuglinge können weder sitzen noch sprechen oder haben ihre Ausscheidung unter Kontrolle. Sie sind auf die Hilfe ihrer Bezugspersonen angewiesen - sie brauchen Wärme, Pflege und vor allem Liebe. Meistens sind die Eltern die ersten Bezugspersonen.

Erst nach und nach lernen Kinder ihren Kopf anzuheben, zu greifen, zu sitzen und zu krabbeln. Durch Nachahmung von Lauten kommen erste Doppelsilben über ihre Lippen und mit etwa 15 Monaten das erste richtige Wort. Für eine gute Entwicklung braucht ein Säugling nicht nur Nahrung, Wärme und Schlaf, sondern auch viel Zuwendung und Liebe.

Zusammenfassung

Während der Schwangerschaft entwickelt sich der Embryo zum Fetus. Dieser ist mit 7 Monaten voll entwickelt. Die Geburt wird durch die Wehen eingeleitet. Als Säugling ist das Kind auf die Fürsorge durch seine Bezugspersonen angewiesen. Es dauert aber noch viele, viele Jahre bis ein Mensch komplett selbstständig ist. Tschüss!

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