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Transkript Die Bestäubungstricks der Pflanzen und Tiere

Hallo, heute möchte ich euch einige Formen der Bestäubung vorstellen, die sich über Millionen von Jahren zwischen Blütenpflanzen und Tieren herausgebildet haben.  Um alles begreifen zu können, müsstest du den Grundbauplan einer Blüte kennen. Solltest du das Video zur Bildung einer Kirschfrucht gesehen haben, wirst du alles Weitere verstehen. Wie du weißt, sind Bienen an der Übertragung des Pollens beteiligt. Sie fliegen die Blüten an, da sie auf der Suche nach dem zuckerreichen Nektar sind, den die Pflanzen ihren Bestäubern anbieten. Farbige und auch weiße Blüten weisen auf ein reiches Angebot hin. Die intensiv gefärbten Blütenblätter werden so ausgebreitet, dass sie von weitem sichtbar sind. Die Pflanzen bilden die Farbstoffe ihrer Blütenblätter natürlich selbst und setzen sie gezielt zum Anlocken von Insekten ein, die ein Farbempfinden haben. Bienen und Hummeln besitzen ein sehr gutes Farbengedächtnis, gerne fliegen sie vor allem gelbe und blaue Blüten an. Hier ist ein Teil des Blütenstandes eines Lippenblütengewächses, dem Wiesensalbei, zu sehen. Die verwachsenen Blütenblätter sind geformt und zweigeteilt. Die Blüte ist in Ober- und Unterlippe gegliedert. Ein längeres fadenförmiges Organ schaut heraus. Die Staubblätter schimmern dunkel durch die bläuliche Oberlippe. Die Vergrößerung der Lippenblüte lässt den Griffel des Fruchtblattes mit gegabelter Narbe und die Staubblätter mit gelben Pollen sichtbar werden. Auch sind der Blütenkelch, die Ober- und die Unterlippe zu sehen. Eine Hummel oder Biene, die sich auf der Unterlippe niedergelassen hat und dem Duft des Nektars hinter dem Fruchtknoten mit ihrem Saug-Leck-Rüssel folgt, muss eine kleine weiße, fast rundliche, Öffnung durchdringen, die von zwei plattenförmigen, weißen Fortsätzen der Staubblätter gebildet wird. Ersetzt man die Mundwerkzeuge des Insekts durch ein winziges Holzpflöckchen, es ist ein Stück Zahnstocher, und drückt es in die Blütenöffnung leicht hinein, wird ein Hebelmechanismus ausgelöst, der die Staubblätter nach unten klappen lässt. Normalerweise löst natürlich das Insekt diesen Vorgang aus, sobald es in die Blüte hineinkriecht. Es drückt dabei auf die unterseits beweglichen Platten der Staubblätter und der Bestäubungsmechanismus wird in Gang gesetzt. Die Hebelarme der beiden zuvor verdeckten Staubfäden werden dabei schnell nach unten bewegt. Dabei laden die Staubbeutel den Pollen auf dem Rücken des behaarten Besuchers ab und federn nach dem Abflug des Insekts zurück. In den unteren Etagen anderer Salbeiblütenstände sitzen die älteren Blüten, deren Staubbeutel bereits geschrumpft sind. Daher entferne ich die Staubblätter symbolisch. Wenn das Insekt, pollenbeladen, diese Blüten anfliegt, muss sie den Griffel mit der gespreizten Narbe streifen. Mit dem Anhaften des Pollens einer anderen Pflanze ist die Bestäubung vollzogen. Selbstbestäubung wird hier durch Vormännlichkeit, das heißt, die Pollen der Staubblätter sind vor den Eizellen der Fruchtblätter reif, ausgeschlossen. An diesem Beispiel sieht man, wie eng das Leben von Pflanzen und Tieren verflochten sein können. Sie sind gegenseitig voneinander abhängig und haben gegenseitigen Nutzen davon. Einfach gesagt: Die Pflanze lockt und belohnt das Insekt mit Nektar und das Insekt bedankt sich, ohne es zu wissen, auf der Nahrungssuche mit der Übertragung des Pollens. Diese Beziehung nennt man Bestäubungssymbiose. Wir sprechen von einer Symbiose, wenn verschiedene Arten in gegenseitiger Abhängigkeit und gegenseitigem Nutzen miteinander leben. Einige Pflanzen bieten Pollen im Überfluss an, das abgebildete Weidenkätzchen erscheint im zeitigen Frühjahr und ist der männliche Blütenstand der Weide. Unermüdlich fliegen die Bienen die Pollenspender an und tragen den Pollen in Körbchen - hier ist das Pollenpaket gut zu sehen - zum Bienenstock. Emsig fliegen die Bienen auch die Krokusse an und sie nehmen viel Pollen auf, den sie dann mit den Vorderbeinen aus dem Haarkleid bürsten und in das Pollenkörbchen des Hinterbeines schieben. Die Sammelbienen sehen aus, als ob sie gelbe oder orangefarbene Höschen angezogen hätten. Der eingebrachte Pollen ist unentbehrlich für die Aufzucht der Bienenlarven, weil er eiweiß-, zucker-, fett- und mineralienhaltig ist. Im gemäßigten Mitteleuropa können auch Fliegen Bestäuberinsekten sein; sehr oft zufällig, nur bei dem Ahornstab nicht. Die Blüte des Ahornstabs habe ich oft gefunden. Fliegen, die zur Fortpflanzung gerne ihre Eier auf tote oder in tote Lebewesen legen, werden durch den Aasgeruch oder harnartigen Geruch des Ahornstabs angelockt und stürzen in den ölglatten Kessel der Blüte. Im Inneren sind abwärtsgerichtete Reusenhaare, die ein Entweichen verhindern. Die Fliege irrt verzweifelt im Kessel herum und kriecht über die weiblichen Stempelblüten und verliert den mitgebrachten Blütenstaub über diesen. Damit ist die Bestäubung gesichert. Meist stirbt die Fliege nicht, sie wird von einem schleimigen Saft der Stempelblüten ernährt und kann nach dem Abwelken der Reusenhaare und dem Schrumpfen der Innenwände des Kessels die bestäubte Blüte verlassen, um in die nächste Ahornstabblüte zu rutschen. Wie eine Fliegenkesselfalle ist auch die Blüte des Frauenschuhs aufgebaut. Insekten finden mit ihren Krallen und Haftklappen auf der glatten Innenseite der Falle, es handelt sich hierbei um zum Schuh umgebildete Blütenblätter, keinen Halt. Sie können die Blüte nur über Staubbeutel und Narbenfläche verlassen, um somit zur Vermehrung der Orchidee beizutragen. Bisher haben wir von Hummeln, Bienen und Fliegen als Bestäuber gesprochen. Erwähnen muss ich noch die Schmetterlinge. Disteln sind auf Distelfalter angewiesen, die mit langen Saugrüsseln in den tiefen Blütenkelch eindringen und die Bestäubung sichern. Hier saugt ein solcher Falter gerade Nektar aus einer Röhrenblüte eines Korbblütlers. Relativ kleine Käfer, wie zum Beispiel dieser Vertreter der Speckkäfer und der an den langen Fühlern zu erkennende Bockkäfer, sitzen gern auf Doldenblüten und können die Bestäubung vollziehen. In den wärmeren Regionen unserer Erde ist die Vielfalt der Bestäubungsmöglichkeiten natürlich noch größer. Neben den Insekten sind auch Vögel, die uns bekannten Kolibris, ja sogar Säugetiere, wie zum Beispiel die Nektar saugende Fledermaus, Bestäuber. So, es wird Zeit, zusammenzufassen: Wir haben heute gelernt, dass Pflanzen Werbemittel wie Düfte, Farben und Gerüche einsetzen, um Besucher anzulocken. Wir wissen, dass Pflanzen ihren Bestäubern, Pollen und Nektar anbieten. Wir haben weiterhin gelernt, dass die Bestäuber als Gegenleistung den Transport der männlichen Fortpflanzungszellen in Form des Pollens übernehmen. Wir wissen jetzt auch, dass die am weitesten verbreitetste Bestäubungsart die Insektenbestäubung ist. Wir haben erfahren, dass die Symbiose eine Form des Zusammenlebens verschiedener Arten ist, die auf verschiedene Abhängigkeit und gegenseitigem Nutzen beruht. Das war das Wichtigste. Wenn es dir gefallen hat, würde ich mich freuen, wenn du den zweiten Teil zu den Bestäubungsarten sehen möchtest. Tschüss! Euer Oktavus  

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4 Kommentare
  1. Default

    DAS VIEDIO WAR GUT NICHT “SCHEISSE“!!!!!!!!

    Von Paulphagen, vor 2 Monaten
  2. Default

    scheisse

    Von Ar Emmerling, vor 6 Monaten
  3. Default

    super

    Von J/Kearney, vor mehr als 3 Jahren
  4. Default

    Ich fand dieses Video sehr lehrreich. :)

    Von Normey, vor etwa 4 Jahren