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Transkript Der tropische Regenwald

Hallo, auf einem Hektar Land können mehrere 100 Baumarten wachsen. Ein einziger Baum ist Lebensraum für Dutzende von Aufsitzerpflanzen und Hunderte von Tierarten. Der tropische Regenwald: Dies sind die Zentren der Artenvielfalt auf unserer Erde. Nur ca. 7 Prozent der Landoberfläche bieten Lebensraum für die Hälfte der auf der Erde vertretenen Tier- und Pflanzenarten. Der tropische Regenwald ist eine Vegetationsform, die nur in der immerfeuchten tropischen Klimazone vorkommt. Die Wälder kommen in Süd- und Mittelamerika, Afrika, Südasien und Australien vor. Um das Video ein bisschen übersichtlicher zu machen, habe ich es in Unterpunkte gegliedert, allerdings kann man nicht alle Aspekte des tropischen Regenwaldes hier thematisieren. In meinem 1. Punkt erzähle ich etwas über die Ökologie, dann folgt ein Einblick in die Tier- und Pflanzenwelt. Zuletzt gehe ich noch kurz auf die Gefährdung ein und was für ein Ausmaß diese auf die Welt hat. Das charakteristische Klima kann man als feucht und warm beschreiben. Die Temperaturen liegen das ganze Jahr bei etwa 25 Grad Celsius. Die Sonne steht mittags sehr hoch am Himmel, wodurch sie eine enorme Verdunstungskraft entwickelt; dadurch regnet es sehr viel. Die Sonne erwärmt die feuchte Luft und diese steigt auf, kühlt wieder ab und bei diesem Prozess wird die überschüssige Feuchtigkeit in Form von Regen abgegeben. So entsteht das feuchte und heiße Klima. Jahreszeiten, wie wir sie kennen, gibt es nicht. Frühling, Sommer, Herbst und Winter existieren nicht, denn die täglichen Temperaturschwankungen übertreffen die jährliche. Als Diagramm hab ich euch das mal dargestellt. Es gibt auch, trotz der ganzjährigen Feuchtigkeit, Regenzeiten im Frühjahr und im Herbst. Durch die starken Regenfälle gehen sehr viele große Ströme durch den tropischen Regenwald, wie in Brasilien der Amazonas. Der tropische Regenwald ist durch sein gleichbleibendes Klima immergrün. Es herrscht ein sogenannter Stockwerkbau, welcher sich vom Wurzelwerk, den bodennahen Krautschichten über das bis zu 5 Meter hohe Buschwerk bis zu den dichten 40 Meter hohen Baumkronedächern erstreckt. Vereinzelt gibt es noch größere Bäume. In jedem Stockwerk herrschen eigene ökologische Bedingungen, sodass sich in den verschiedenen Höhen extrem viele und spezialisierte Tier- und Pflanzenarten entwickelt haben. Durch die ganzjährige Vegetationszeit ohne Jahreszeiten gibt es einen fast perfekten Stoffkreislauf. Sämtliche ehemals im Boden vorhandenen Nährstoffe werden in die lebenden Biomassen, Pflanzen und Tiere überliefert. Die Wälder stehen meist auf uralten Böden. Durch Mykorrhizapflanzen, die mit den Bäumen eine Symbiose eingehen, können diese trotzdem Mineralien aufnehmen. Die Tiere fressen die Pflanzen und tote Biomasse wird durch das Klima schnell wieder dem Nährstoffkreislauf zugeführt. Die Wurzeln sind relativ dich unter dem Boden, um diese Nährstoffe wieder aufzunehmen. Die Tier- und Pflanzenwelt stellt die größte Artenvielfalt auf der Welt dar. Die Voraussetzungen hierfür sind Feuchtigkeit und Temperatur, die ich schon erklärt habe. Den Stockwerkbau habe ich auch schon erwähnt und werde nun genauer auf ihn eingehen. Die Pflanzen stehen extrem dicht nebeneinander, aber sie weisen auch eine charakteristische vertikale Staffelung auf. Diese Stufen gehen fließend ineinander über und müssen daher in Verbindung zueinander gesehen werden. In der Bodenschicht befinden sich die Wurzeln der Pflanzen, außerdem eine Humusschicht, die der Lebensraum für Kleinlebewesen wie Algen, Bakterien und Pilzen ist. Pflanzen, die wenig Licht benötigen, wie Moose und Farne, bedecken den Boden und bilden die Krautschicht. Bis zu 5 Meter geht die Strauchschicht, zu der neben Sträuchern und Büschen auch kleinere Bäume gehören. Ausschließlich die Baum- oder Kronenschicht ragt mit ihrem Dach bis zu 40 Meter in die Höhe. Überständer oder auch Baumriesen können sogar bis zu 60 Meter in die Höhe ragen. Unter den Tieren nehmen Ameisen und Termiten eine besondere Rolle ein, denn mithilfe von Symbionten wandeln sie pflanzliche Biomasse in tierisches Eiweiß um. So haben sie eine Zwischenrolle zwischen Produzenten und Konsumenten. Dadurch, dass im tropischen Regenwald die Produktion von Biomasse höher ist als sonst irgendwo auf dem Land, ist der Sauerstoffkreislauf nicht so abhängig von nährstoffreichen Böden. Vor allem in den Baumkronen ist also ein Stoffkreislauf vorhanden, wodurch sich die Artenvielfalt in diesem Bereich konzentriert. Vor allem Lianen, Schlingpflanzen und Epiphyten, sogenannte Aufsitzer, prägen das Bild des tropischen Regenwaldes. Auf einem einzigen Baum können bis zu 80 Aufsitzer zu finden sein. In der Tierwelt findet man vor allem Arthropoden, Gliederfüßler sowie Spinnentiere, Insekten und Krebstiere. Säugetiere stellen eher nur eine kleine Gruppe dar. Das größte Tier im Regenwald ist der Waldelefant, trotzdem ist er kleiner als seine Artgenossen in der Steppe. Reptilien sind auch in großer Anzahl vertreten, außerdem können sie eine beachtliche Größe erreichen, so wie die Krokodile und die Anaconda in Südamerika. Reptilien und Amphibien sind außerdem zum Teil sehr giftig, so wie die Schlangen und die Pfeilgiftfrösche. Die Vögel sind meistens sehr, sehr farbenreich. Aus dem Bild des Regenwaldes sind Primaten nicht wegzudenken, so wie Orang-Utans, Gorillas oder Schimpansen. Der letzte Punkt ist die Gefährdung des tropischen Regenwaldes durch Rodung. Menschen roden schon sehr lange Wälder ab, um den Boden für anderes zu nutzen; zum Beispiel als Weidefläche, Wohnfläche, Verkehrswege und Ackerflächen. Beim Roden werden die Bäume und Sträucher mitsamt den Wurzeln entfernt. In diesem Beispiel wird die Fläche, die durch die Rodung entsteht, zum Anbau von Nutzpflanzen genutzt, um beispielsweise Biokraftstoffe zu gewinnen. Das Holz wird vielfältig weiterverarbeitet. Mit Brandrodung wird zwar das Land für einige Jahre fruchtbar gemacht, durch die Asche allerdings nicht lange, weswegen die Menschen weiterziehen und mehr Regenwald roden müssen. Der Verlust der Bäume hat Auswirkungen auf das lokale Klima. Bäume verdunsten Wasser und unterstützen die Wolkenbildung, wodurch die Sonne nicht direkt auf die Erde scheint. Wenn die Bäume weiter gerodet werden, werden nicht mehr genug Wolken gebildet, die Feuchtigkeit nimmt ab und die Hitze steigt. Der globale Effekt auf das Klima ist auch verheerend. Bäume nehmen Kohlendioxid auf und speichern es. Wenn ein Wald gerodet wird, dann wird das Treibhausgas CO2 entweder sofort freigesetzt durch Brandrodung oder zu einem späteren Zeitpunkt freigesetzt. Das war ein kleiner Einblick in das Ökosystem des tropischen Regenwaldes. Ich hoffe, ihr hattet Spaß und habt etwas gelernt. Bis zum nächsten Mal.

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9 Kommentare
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    Gut aber hat nicht ganz geholfen

    Von Ahmet Azize, vor etwa 2 Monaten
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    kleiner tipp
    baumriesen können bis zu 70 oder sogar 100 m groß werden :)

    Von Jasmin S, vor 12 Monaten
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    Super hab ne 2 inder arbeit bekommen :)

    Von Vbauzhadze, vor fast 2 Jahren
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    Gutgemacht, leider immer noch nicht das gefunden was ich gesucht habe aber trotzdem sehr gut erklärt.

    Von Svea Patzelt, vor mehr als 2 Jahren
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    Ist sehr gut,hat mir viel geholfen danke

    Von Deleted User 111177, vor mehr als 2 Jahren
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    gut

    Von Simow, vor fast 3 Jahren
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    ist gut gemacht

    Von Arminjochum, vor fast 3 Jahren
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    ist gut gemacht

    Von Arminjochum, vor fast 3 Jahren
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    ist gut gemacht

    Von Abdulhaye, vor fast 3 Jahren
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