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Der Geschmackssinn 08:22 min

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Transkript Der Geschmackssinn

Hallo, da bin ich wieder, eure Sabine Blumenthal. In diesem Video beschäftigen wir uns mit dem Geschmackssinn und der Zunge als Organ für diesen Sinn. Du lernst die Lage und den Bau der Geschmackssinneszellen kennen und erfährst, welche Geschmacksrichtungen wir unterscheiden können. Als Voraussetzung solltest du unsere Sinne und Sinnesorgane im Überblick bereits kennen. Fangen wir an: Unser Geschmackssinn ist im Gegensatz zum Hören, Sehen oder Riechen ein Nahsinn. Was heißt das? Nun, probiere doch mal, etwas zu schmecken, ohne dass du es in den Mund nimmst. Außerdem ist unser Geschmackssinn ein chemischer Sinn. Das heißt, Geschmacksstoffe können nur im gelösten Zustand die Sinneszellen der Zunge erreichen. Halte dir doch einmal einen Spiegel vor dein Gesicht, strecke deine Zunge heraus und betrachte sie dir sehr genau im Spiegel. Sicher erkennst du, dass deine Zunge keine ebene, total glatte Oberfläche hat. Eigentlich ist sie sogar ziemlich buckelig. Und wenn du ganz genau hinschaust, dann erkennst du viele kleine warzenförmige Erhebungen. Ich habe das hier mal versucht, schematisch darzustellen. Diese vielen kleinen warzenförmigen Erhebungen auf der Oberfläche unserer Zunge, das sind unsere Geschmackspapillen. Eigentlich sehen die ja alle ziemlich gleich aus, doch es gibt 3 verschiedene Typen von ihnen. Da ist zunächst die Pilzpapille, dann gibt es noch die Blätterpapille und schließlich die Wallpapille. Diese 3 Typen der Geschmackspapillen sind auf der ganzen Zunge verteilt. Wie du siehst, unterscheiden sie sich in der Form, doch allen gemeinsam sind die Geschmacksknospen, die an ihrer Oberfläche verteilt sind. Diese Geschmacksknospen enthalten die eigentlichen Geschmackssinneszellen. Also, die Geschmacksknospen befinden sich an der Oberfläche der Geschmackspapillen. Sie enthalten die Geschmackssinneszellen. Hier siehst du noch einmal eine Geschmackspapille mit mehreren Geschmacksknospen. Vergrößern wir uns doch einmal einen Teil der Geschmackspapille und schauen uns einen schematischen Schnitt durch eine Geschmacksknospe an. Hier siehst du die mit Flüssigkeit gefüllte Geschmackspore. Erinnere dich: Flüssigkeit ist für unseren Geschmackssinn sehr wichtig, denn nur gelöste Geschmacksstoffe lösen eine elektrische Erregung der Geschmackssinneszellen aus. An die Geschmackspore schließen sich die Sinneszellen mit den ableitenden Nervenfasern an. Die zusammengelagerten Sinneszellen werden beim Essen durch gelöste Stoffe gereizt. Erinnere dich: Der Geschmackssinn ist ein chemischer Sinn. Chemische Reize durch gelöste Geschmacksstoffe lösen eine elektrische Erregung der Sinneszellen aus. Diese Erregung wird über die ableitenden Nerven zum Geschmackszentrum im Gehirn geleitet. Dort kommt also ein ganz bestimmtes Muster elektrischer Erregungen von Sinneszellen an. Dieses Muster wird mit im Geschmackszentrum gespeicherten Informationen verglichen und wir nehmen einen typischen Geschmack wahr. Und damit sind wir bei den Geschmacksrichtungen, die der Mensch unterscheiden kann. Noch vor wenigen Jahren ging man davon  aus, dass der Mensch nur 4 Geschmacksqualitäten unterscheiden kann. Diese 4 Geschmacksqualitäten waren: süß, salzig, sauer und bitter. Die eigenständige Geschmacksrichtung umami konnte erst vor einigen Jahrzehnten nachgewiesen werden. Das Wort umami kommt aus dem Japanischen und bedeutet so viel wie "fleischig" und "herzhaft". Auslöser für diesen Geschmack sind also fleischige und herzhafte Speisen. Insbesondere solche Speisen, die den Geschmacksverstärker Glutamat enthalten. Unser Geschmacksempfinden ändert sich im Laufe unseres Lebens. Kinder nehmen Geschmäcker viel intensiver wahr als Erwachsene. So ist unser Geschmacksempfinden abhängig von der Anzahl der Geschmackspapillen auf unserer Zunge, und diese Anzahl sinkt im Laufe unseres Lebens. So hat ein Säugling etwa 2000 Geschmackspapillen auf Zunge, Gaumen, Wangen- und Lippenschleimhaut. Ein alter Mensch hat nur noch ca. 700 Geschmackspapillen und diese befinden sich nur auf der Zunge. Unser Geschmacksempfinden wird auch vom Geruchs- und Sehsinn beeinflusst. Wenn wir erkältet sind und eine verschnupfte Nase haben, dann wirken die meisten Speisen auf uns fad und geschmacklos. Das liegt daran, dass der Geschmackssinn sehr eng mit dem Geruchssinn zusammenwirkt. Unser Auge gibt uns einen ersten Eindruck von der Art eines Lebensmittels. Und dieser Eindruck ruft entweder Appetit oder Abscheu hervor. Fassen wir zum Schluss noch einmal zusammen, was du heute gelernt hast. Unser Geschmackssinn ist ein Nahsinn. Gleichzeitig ist er ein chemischer Sinn. Geschmacksstoffe können nur im gelösten Zustand die Sinneszellen erregen. Das Sinnesorgan für unseren Geschmackssinn ist die Zunge. Die Sinneszellen befinden sich in Geschmacksknospen auf den Geschmackspapillen. Gelöste Geschmacksstoffe führen zu einer elektrischen Erregung der Geschmackssinneszellen in den Geschmacksknospen. Ein typischer Geschmackseindruck entsteht erst im Geschmackszentrum des Gehirns. Das Geschmacksempfinden ändert sich im Laufe unseres Lebens. Ich hoffe, dieses Video war nach deinem Geschmack und du hast alles verstanden. Tschüss dann, bis zum nächsten Mal!

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1 Kommentar
  1. Default

    Danke

    Von J As, vor fast 2 Jahren