Der Geruchssinn 07:18 min

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Transkript Der Geruchssinn

Hallo, da bin ich wieder. Eure Sabine Blumenthal. Im heutigen Video geht es wieder um einen unserer Sinne. Im Gegensatz zum Geschmackssinn oder auch Tastsinn liefert uns der Sinn, mit dem wir uns heute beschäftigen werden, Informationen über Dinge, auch wenn wir nicht direkt in Kontakt mit ihnen treten. Quasi im Vorbeigehen nehmen wir den sehr angenehmen Duft einer Blume war. Diesen Sinneseindruck vermittelt uns unser Geruchssinn. Was kannst Du nun heute über den Geruchssinn lernen? Du erfährst etwas zu Lage und Bau von Riechfeld und Riechsinneszellen in unserer Nase, unserem Geruchssinnesorgan. Wir schauen uns den Riechvorgang einmal ganz genau an und sagen etwas zur Bedeutung des Riechens für den Menschen. Damit du alles gut verstehen kannst, ist es bestimmt gut, wenn du die Funktion von Sinneszellen ganz allgemein schon kennst, wenn du den Begriff Rezeptor und die Wirkungsweise von Rezeptoren bereits kennst. Ebenso wie der Geschmack, ist auch der Geruchssinn des Menschen ein chemischer Sinn. Mit dem Geruchssinn reagieren wir auf Geruchsstoffe in der Luft, wenn sie die Riechsinneszelle in unserer Nase erreichen. Der Mensch kann etwas 10000 verschiedene Duftstoffe unterscheiden. Wenn uns etwas im wahrsten Sinne des Wortes stinkt, dann ist das oft ein Warnsignal unseres Geruchssinns. Doch obwohl unser Geruchssinn so viele verschiedene Duftstoffe unterscheiden kann, ist er viel weniger gut ausgeprägt als bei vielen Tieren. Das Riechfeld und die Riechsinneszellen sind dafür zuständig, dass wir Gerüche wahrnehmen können. Sehen wir uns also die Lage und den Bau von Riechfeld und Riechzellen einmal etwas genauer an. Hier kannst du in einem Schnitt durch unseren Kopf unser Gehirn erkennen, sowie unseren Nasen und Rachenraum. Im oberen Teil unserer Nase liegen in der Nasenhöhle übereinander 3 Nasenmuscheln. Die gesamte Nasenhöhle ist mit der Nasenschleimhaut ausgekleidet. Die Nasenschleimhaut dient beim Einatmen zum Erwärmen, Reinigen und Anfeuchten der eingeatmeten Luft. Mit jedem Einatmen gelangen jedoch auch Duftstoffmoleküle, die mit Luftströmungen hereingetragen werden, in unsere Nase, und erreichen dort die Riechschleimhaut. Die Riechschleimhaut ist ein Teil der Nasenschleimhaut und bedeckt die Obere der 3 Nasenmuscheln. Die Riechschleimhaut wird auch als Riechfeld bezeichnet. Auf einer Fläche von nur 5cm² enthält dieses Riechfeld etwa 20 Millionen Riechsinneszellen, die von den Duftstoffmolekülen in die Nase gelangen, gereizt werden und so das Riechen ermöglichen. Nun fragst Du dich vielleicht, Riechen, wie funktioniert das denn genau? Stellen wir uns den Ausschnitt der Nasenhöhle, der das Riechfeld mit der Riechschleimhaut enthält, deshalb einmal in einer starken Vergrößerung vor. Hier siehst du die Schleimschicht, mit der die Nasenhöhle ausgekleidet ist. Sie enthält Riechsinneszellen, deren kurze Häärchen in die Schleimhaut eingebettet sind. Die langen Nervenfaserenden der Riechsinneszellen reichen durch das knöcherne Siebbein unseres Schädels direkt bis zum Riechnerv in unserem Gehirn. An den kurzen Riechhäärchen befinden sich verschiedene Rezeptoren. Das sind Bereiche, die jeweils nur auf eine ganz bestimmte chemische Struktur eines Duft- oder Geruchsstoffes reagieren. Wenn nun solch Duft- oder Geruchsstoffe mit der Atemluft in unsere Nase gelangen, dann lösen sie sich im wässrigen Schleim der Nasenschleimhaut. Über die Schleimschicht erreichen die gelösten Duftstoffe die Sinneshaare und treten dort in Kontakt mit den Rezeptoren. Erreicht nun ein Duftstoff einen ganz bestimmten, nur zu diesem Duftstoff passenden Rezeptor, dann wird die Riechsinneszelle erregt und leitet ein elektrisches Signal über den Riechnerv an das Riechsinneszentrum im Gehirn weiter. Im Riechzentrum des Gehirns kommt dann ein ganz charakteristisches Erregungsmuster der von den Duftstoffen erregten Sinneszellen an. Wir nehmen einen bestimmten Geruch war. Doch, Achtung! Obwohl der Mensch etwa 300 bis 500 verschiedene Rezeptortypen an den Riechsinneszellen besitzt, und damit mehr als 10000 Düfte unterscheiden kann, gibt es einige sehr gefährliche Duftstoffe, die für uns geruchlos sind. Diese Duftstoffe bestehen aus Molekülen, die zu keinem unserer Rezeptortypen passen und daher von uns nicht wahrgenommen werden. Zum Beispiel können unsere Riechsinneszellen die Moleküle des Atemgiftes Kohlenstoffmonoxid nicht wahrnehmen. Dieses Gas ist für uns geruchlos. Unser Geruchssinn gibt uns also viele wichtige Informationen über unsere Umwelt. Kann uns aber leider nicht vor allen gefährlichen Stoffen warnen. Fassen wir das Wichtigste zu unserem Geruchssinn nun noch einmal kurz zusammen. Der Geruchssinn ist ein chemischer Sinn. Das Riechfeld befindet sich im oberen Bereich der Nasenhöhle. Es enthält 20 Millionen Riechsinneszellen auf einer Fläche von insgesamt 5-6 cm². Die Sinneszellen werden von im Nasenschleim gelösten Duftstoffen gereizt. Die Rezeptoren der Sinneszellen reagieren auf die ganz bestimmte chemische Struktur eines Duftstoffes. Die elektrische Erregung der Sinneszellen wird über Nervenfasern ins Riechzentrum des Gehirns geleitet. Dorf erfolgt die Erkennung eines Erregungsmusters und wir nehmen einen bestimmten Geruch war. Achtung! Einige gefährliche Stoffe sind für uns geruchlos. Wie zum Beispiel das Atemgift Kohlenstoffmonoxid. Ich hoffe, Du hast alles zum Geruchssinn verstanden. Tschüß dann, bis zum nächsten Mal.

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2 Kommentare
  1. Default

    danke :§)

    Von Letom, vor etwa 2 Monaten
  2. Default

    Danke

    Von J As, vor fast 2 Jahren