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Transkript Brückentier – vom Wasser zum Landleben

Was müsste ein Fisch eigentlich tun, um an Land zu überleben? Er bräuchte Schuhe zum Laufen und auf jeden Fall eine Lunge zum Atmen. Vielleicht so? Das funktioniert natürlich nicht.

Aber vor fast 400 Millionen Jahren sind aus den im Wasser lebenden Fischen die Amphibien hervorgegangen. Es war natürlich nicht so, dass sich die Fische Schuhe angezogen haben und an Land gegangen sind. Wie sich aus den Fischen die Amphibien entwickeln konnten, erkläre ich dir in diesem Video.

Vor etwa 400 Millionen Jahren im Erdzeitalter des Devon erfolgte eine Besiedelung des Landes durch die ersten Wirbeltiere, die Vorfahren der heute lebenden Amphibien. Wirbeltiere, also die Fische, gab es zu dieser Zeit bereits im Süß- und Salzwasser.

Für die Wissenschaft waren bisher die so genannten Quastenflosser und die Lungenfische von Bedeutung. Zunächst ging man davon aus, dass die ersten Landwirbeltiere aus den Quastenflossern entstanden sind.

Quastenflosser haben nämlich knöcherne Flossen mit starken Muskeln, die sie fast wie Füße benutzen können. Man dachte, dass sie sich damit zeitweise an Land fortbewegten, so dass auf diese Weise schließlich die 4 Gliedmaßen der Amphibien entstehen konnten.

Fossilfunde und Untersuchungen des Skelettbaus sowie der Erbsubstanz weisen aber darauf hin, dass die Entwicklung so nicht verlaufen ist. Zur Zeit geht man davon aus, dass aus den Lungenfischen die Vorfahren der heutigen Amphibien hervorgegangen sind. Sie hatten auch Flossen, die Gliedmaßen ähnelten und bewegten sich damit auf dem Grund von Gewässern. Sie haben außerdem Kiemen und eine Art Lunge, konnten also an der Oberfläche und im Wasser atmen.

Nun möchtest du sicher endlich wissen, wie der Landgang geschah.

Das wichtigste Merkmal für den Landgang war das Vorhandensein von 4 Gliedmaßen und die Lungenatmung. Die Entwicklung zu den Amphibien erfolgte allmählich durch Übergangsformen bzw. Brückentiere. Das sind Lebewesen, die Merkmale von zwei Tiergruppen aufweisen. In diesem Fall handelt es sich also um Tiere, die Merkmale von Fischen und von Amphibien aufwiesen. So sahen die natürlich nicht aus.

Eine Übergangsform war z.B. Panderichthys. Seine vorderen Flossen ähnelten bereits sehr stark den Gliedmaßen der Landwirbeltiere, vor allem im Skelettaufbau. Sie dienten wahrscheinlich der Fortbewegung am Gewässergrund. Am hinteren Teil des Körpers hatte er aber Flossen. Solche Übergangsformen gab es einige. Sie haben nach und nach begonnen, sich auch in sehr flachem Wasser, am Ufer und schließlich an Land fortzubewegen.

Das erste bekannte Landwirbeltier, dass sein Leben tatsächlich an Land verbrachte, war Ichthyostega mit 4 ausgebildeten Gliedmaßen. Ichthyostega ist der älteste Vorfahr der heute lebenden Amphibien.

Wie du aber sicher weißt, sind Amphibien noch sehr vom Wasser abhängig. Sie benötigen es für ihre Fortpflanzung. Du hast bestimmt schon einmal Kaulquappen gesehen, oder? Das sind die Larven von Fröschen. Erst nach ihrer Verwandlung, der Metamorphose, gehen sie an Land.

Die erste Tiergruppe, die weitgehend unabhängig vom Wasser an Land lebt, sind die Reptilien. Sie haben durch ihre Körperbedeckung mit Hornschuppen zusätzlich noch einen effektiven Verdunstungschutz entwickelt. Auch sie entwickelten sich ebenfalls durch Übergangsformen aus den Amphibien.

Zusammenfassung

Du hast in diesem Film gelernt, dass die ersten Landwirbeltiere, also Amphibien, nicht dadurch entstanden sind, dass einfach Fische an Land gegangen sind. Die Vorfahren der heute lebenden Amphibien sind durch Übergangsformen aus den Fischen hervorgegangen. Dabei waren Merkmale wie “vier Gliedmaßen”, Lungenatmung sowie ein Verdunstungschutz von besonderer Bedeutung für das Überleben an Land.

Bei den Brückentieren bildeten sich die Flossen nach und nach zu Gliedmaßen um. Zur Zeit geht die Wissenschaft davon aus, dass die Amphibien aus den Lungenfischen entstanden sind.Tschüss und bis zum nächsten Mal.

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