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Transkript Blutzucker – Bedeutung und Regulation im Körper

Hallo. Hast du schon einmal bemerkt, dass dir schummerig wurde, wenn du lange nichts gegessen oder Sport getrieben hast? Oder, dass du energiegeladen warst, nachdem du eine zuckerreiche Mahlzeit zu dir genommen hast? Beides ist auf den Blutzuckerspiegel in deinem Blut zurückzuführen. Dieser wird von deinem Körper strikt reguliert. Wie und an welchen Stellen in deinem Körper das geschieht, zeigt dir dieses Video. Schau es dir einfach an!

Was ist der Blutzuckerspiegel?

Zunächst solltest Du verstehen, was Blutzucker überhaupt heißt. Blutzucker ist die Menge an Glucose, einem Zucker, im Blut. Glucose ist ein Energielieferant und wird von allen Zellen im Körper gebraucht. Alle Körperzellen benötigen Glucose, um ihre Funktion zu erfüllen. Das kann zum Beispiel die Übertragung eines Nervenimpulses im Gehirn sein, die Herstellung und Ausschüttung eines bestimmten Stoffes wie zum Beispiel eines Hormons oder auch die Kontraktion einer Muskelzelle. Bestimmt fallen dir auch noch viele weitere Vorgänge im Körper ein, die Energie - also Glucose - verbrauchen.

Damit ist auch verständlich, dass unser Körper nicht etwa nur Energie verbraucht, wenn er körperlich aktiv ist, wenn sich also Muskelzellen kontrahieren. Auch ein ruhender Mensch verbraucht Energie, weil alle Körperfunktionen aufrecht erhalten werden. Dann verbraucht zum Beispiel dein Gehirn Energie. Auch dein Herz muss weiterschlagen und deine Lunge verbraucht Energie bei der Atmung. Die Energiemenge, die hierbei, also ohne körperliche Arbeit, verbraucht wird, bezeichnet man als Grundumsatz.

Blutzucker-Regelkreis

Der Blutzuckerspiegel im Blut wird laufend durch bestimmte Zellen, die Rezeptoren für Glucose tragen, gemessen. Diese Zellen können Glucosemoleküle im Blut identifizieren und messen wieviele dieser Molekül aktuell vorhanden sind. Dies ist der Glucose-Istwert. Werden dabei Abweichungen zum Sollwert an Glucose im Blut festgestellt, wird der Blutzuckerspiegel mittels eines feinabgestimmten Regelkreises wieder auf den Sollwert gebracht.

Sollwert meint hier den benötigten Energiebedarf des Körpers, also wieviel Glucose der Körper im Moment benötigt. In diesem Regelkreis sind verschiedene Organe an der Einstellung des Blutzuckerspiegels beteiligt. Die Hypophyse, die Bauchspeicheldrüse, die Schilddrüse und die Nebennieren sorgen durch die von ihnen gebildeten Hormone Insulin bzw. Glucagon, Thyrosin und Adrenalin dafür, dass der Sollwert an Glucose im Blut wieder erreicht wird.

Nahrungsaufnahme oder Muskelarbeit wie Sport beeinflussen den Blutzuckerspiegel. Wie genau, das siehst du gleich.

Muskelarbeit & Blutzuckerspiegel

Was passiert mit dem Blutzuckerspiegel im Blut, wenn Du Sport machst? Deine Muskelzellen verbrauchen Energie, also Glucose, aus dem Blut und dein Blutzuckerspiegel sinkt. Das wird von den Glucose-Rezeptoren gemessen und über das Nervensystem an das Zwischenhirn und die Hypophyse weitergegeben.

Über Nervenverbindungen und Hormone wird an die Bauchspeicheldrüse, die Nebenniere und die Schilddrüse gemeldet, dass der Blutzuckerspiegel ansteigen soll.

Von der Bauchspeicheldrüse wird das Hormon Glucagon abgegeben. Glucagon führt dazu, dass in der Leber gespeichertes Glycogen zu Glucose abgebaut und ins Blut abgegeben wird. Der Blutzuckerspiegel steigt an.

Die Nebenniere gibt zudem Adrenalin ab und die Schilddrüse schüttet Thyrosin aus. Beide Hormone sorgen ebenfalls für einen Abbau von Glycogen in der Leber. Der Blutzuckerspiegel steigt also auch durch diese beiden Hormone vermittelt an. Du ahnst es sicher schon, Glycogen ist also ein Speicherstoff für Glucose. Er besteht aus vielen kleinen Glucose-Molekülen und wartet nur auf das Signal wieder in seine Bestandteile zu zerfallen, eben zu Glucose.

Melden die Glucose-Rezeptoren, dass der Glucose-Istwert und der Glucose-Sollwert gleich sind, werden die Hormone nicht mehr ausgeschüttet und der Blutzuckerspiegel steigt nicht weiter an.

Nahrungsaufnahme & Blutzuckerspiegel

Das Gegenteil passiert, wenn du etwas zuckerhaltiges isst oder trinkst, wie zum Beispiel einen Schokoriegel oder eine zuckerhaltige Limonade. Diese Lebensmittel enthalten große Mengen an Glucose und lassen den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen.

Die Glucose-Rezeptoren melden dem Zwischenhirn und der Hypophyse, dass der Blutzuckerspiegel über dem Sollwert liegt. Das führt dazu, dass von der Bauchspeicheldrüse Insulin ausgeschüttet wird. Insulin sorgt wiederum dafür, dass in der Leber Glycogen aufgebaut wird. Dazu wird Glucose aus dem Blut verwendet. Der Blutzuckerspiegel sinkt also wieder. Wenn der Glucose-Sollwert wieder erreicht ist, wird kein Insulin mehr ausgeschüttet und somit auch keine weitere Glucose für den Aufbau von Glycogen in der Leber verwendet.

Zusammenfassung

Du siehst also, dass dein Blutzuckerspiegel fein reguliert wird. Verschiedene Organe und Hormone im ganzen Körper sorgen dafür, dass deinen Muskelzellen beim Sport genügend Energie im Blut zur Verfügung steht. Und sie sorgen außerdem dafür, dass der Blutzuckerspiegel nach der Nahrungsaufnahme nicht zu stark ansteigt und stattdessen die überschüssige Energie in Form von Glycogen in der Leber gespeichert wird.

So wird dein Blutzuckerspiegel immer konstant gehalten, so dass jede deiner Körperzellen immer mit der richtigen Menge an Glucose versorgt ist und zuverlässig arbeiten kann. Jetzt weißt du auch, was du tun musst, damit dein Blutzuckerspiegel wieder ansteigt, wenn du lange nichts gegessen hast und dir schummerig geworden ist. Tschüss und bis zum nächsten Mal!

Informationen zum Video
4 Kommentare
  1. Default

    Ich habe es begriffen, (Endlich) :)

    Von Mysteragirl, vor 5 Monaten
  2. Default

    sehr gut erklärt !

    Von Peter Rothenberger, vor etwa 2 Jahren
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    Dankeschön. Ist ein super Video :)

    Von Dompol, vor mehr als 2 Jahren
  4. Default

    Perfekt erklärt^^

    Von Devran D., vor etwa 3 Jahren