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Transkript Blutgruppen – das AB0-System

Hallo! Mein Name ist Sabine und in diesem Film möchte ich dir alles zu Blutgruppen und dem damit verbundenen AB0-System erklären. Nehmen wir an du hast einen Unfall und verlierst dabei eine Menge Blut und brauchst eine Bluttransfusion, jedoch haben diese Bluttransfusionen nur in ca. 50% der Fälle funktioniert, oft kam es zu Verklumpung von Eigen- und Spenderblut. Das Fachwort für Verklumpung ist Agglutination. 1901 entdeckte der Wiener Arzt Karl Landsteiner die Blutgruppen und kam damit dem Phänomen der Blutverklumpung auf die Spur. Erythrozyten besitzen eine Biomembran, die aus einer Doppelschicht von Phosphorlipiden besteht. Auf diesen Phosphorlipiden können Kohlenhydratketten sitzen, das sind sogenannte Glykolipide. Die Glykolipide auf der Erythrozytenmembran heißen Antigene. Man unterscheidet in das Antigen A und das Antigen B, wenn auf einem Erythrozyten beide Antigene vorkommen, hat man AB und wenn keine Glykolipide vorkommen, hat man 0. Damit gibt es die Blutgruppen A, B, AB und 0. Wenn Blutgruppen vererbt werden, gibt es also 3 Allele. Der Erythrozyt kann das Antigen A ausbilden, das Antigen B oder gar kein Antigen. Da es mehr als zwei Allele für ein Gen gibt, spricht man von multipler Allelie. Das Allel 0 ist rezessiv und die Allele A und B dominant gegenüber 0. Das heißt, wenn man sich jetzt eine Tabelle aus Phänotypen und Genotypen macht, ergibt sich für die Blutgruppe 0 der Genotyp 00, für die Blutgruppe A entweder AA oder A0, da A dominant über 0 ist und für die Blutgruppe B, BB oder B0. Für die Blutgruppe AB gibt es den Genotypen AB. Da beide Allele dominant sind und beide ausgeprägt werden spricht man von hier von Codominanz. Wie kann es jetzt aber zur Verklumpung von verschiedenen Blutgruppen kommen? Schuld haben die Antikörper. Wenn ein Erythrozyt das Antigen A auf seiner Oberfläche trägt, befindet sich im Restblut der Antikörper B. Bei Blutgruppe B befindet sich auf der Membranoberfläche des Erythrozyten das Antigen B und im Blut der Antikörper A, das heißt, die Blutgruppen A und B passen nach Schlüssel-Schloss-Prinzip ineinander. Da die Blutgruppe AB beide Antigene auf ihrer Membranoberfläche trägt, gibt es keine Antikörper im Blut und bei Blutgruppe 0 gibt es keine Antigene auf der Erythrozytenmembran, das heißt, beide Antikörpersorten gibt es im Blut. Wenn jetzt eine Blutprobe der Gruppe A mit einer Blutprobe der Gruppe B zusammentrifft, kommt es zur Verklumpung. Das heißt die Antikörper B heften sich an die Antigene B und können so mehrere Erythrozyten miteinander verbinden. Bei der Blutgruppe A heften sich die Antikörper A an die Antigene A und das Gleiche passiert. Damit erkennt der Körper die andere Blutgruppe als Fremdkörper an und gibt sie zur Vernichtung frei. Fresszellen, genannt Makrophagen vernichten die verklumpten Stellen. Dadurch werden rote Blutkörperchen, also Erythrozyten, zerstört und dein Körper wird schlechter mit Sauerstoff versorgt. Wenn wir jetzt noch mal zu unserem Autounfall und deiner Bluttransfusion zurückkommen, heißt das, dein Körper verliert noch mal zusätzlich Erythrozyten, obwohl er schon an einer Blutarmut leidet, das heißt, dein Zustand verschlechtert sich enorm. Doch warum gibt es denn dann die Antikörper? Das Blut von Neugeborenen enthält nämlich noch keine Blutgruppenantikörper, erst im Laufe des 1. Lebensjahres werden Antikörper gegen diejenigen Antigene entwickelt, die die eigenen Erythrozyten nicht besitzen. Als Auslöser dafür kommen Darmbakterien in Betracht, die etwa ab dem 3. Monat den Darm besiedeln und somit unsere Verdauung unterstützen, diese besitzen die gleichen Antigene wie die Erythrozyten. Das heißt, der Körper muss körperfremde Darmbakterien erkennen, denn diese können auch Krankheiten auslösen, daher wurden wahrscheinlich die Antikörper im Blutsystem entwickelt. Aber es können noch weitere Antigene auf der Erythrozytenmembran sitzen. Ich spreche jetzt vom Rhesusfaktor, der verdankt seinen Namen dem Rhesusaffen, bei dem er zum 1. Mal entdeckt wurde. Das Antigen D sitzt, wie gesagt, auch auf der Erythrozytenmembran. Menschen, die es besitzen bezeichnet man als Rhesus positiv. Rund 15% der Weltbevölkerung besitzen nicht den Rhesusfaktor und sind damit Rhesus negativ. Daraus kann folgendes Problem resultieren: Nehmen wir an, eine Frau ist Rhesus negativ, Rhesus negatives Blut hat normalerweise keine Antikörper D gegen Rhesus positives Blut. Wenn nun aber diese Frau mit einem Rhesus positivem Kind schwanger ist und bei der Geburt Blut des Kindes in ihren Kreislauf gelangt, wird sie Antikörper D bilden. Nehmen wir jetzt an, dass die Mutter erneut schwanger ist mit einem Rhesus positivem Kind. Die Antikörper, die sie gegen das Blut des Kindes ausgebildet hat bei der 1. Schwangerschaft, können nun leicht die Plazenta passieren und in den Kreislauf des Kindes gelangen. Dort kommt es zu einer Verklumpungsreaktion, das heißt Erythrozyten werden in größerer Zahl zerstört. Das kann schon den Tod des Babys im Mutterleib verursachen. Häufiger treten aber die Schädigungen erst beim Neugeborenen auf, bei ihm zeigen sich Blutarmut und Anhäufung von hämoglobiden Abbauprodukten die Hirnschäden verursachen. Häufig stirbt dann das Kind an den Folgen dieser Rhesusunverträglichkeit. Um dieser Katastrophe vorzubeugen, injiziert man der Mutter nach der Geburt ihres 1. Kindes, das rhesuspositiv ist, Antikörper D. Diese Antikörper verbinden sich dann mit dem Blut des Kindes, verklumpen es und sorgen dafür, dass es abgebaut wird. Damit muss die Mutter nicht selbst Antikörper bilden und damit ist dann das 2. Kind, das rhesuspositiv ist, geschützt. Damit sind wir beim Ende dieses Films angelangt. Ich hoffe, ich konnte dir das Grundwissen zum Thema Blutgruppen und Rhesusfaktor anschaulich erklären. Ich bedanke mich fürs Zusehen und hoffentlich bis bald. Sabine

Informationen zum Video
22 Kommentare
  1. Serpil

    Hallo,
    Allele sind verschiedene Versionen (oder Zustandsformen) eines Gens. Die Allele eines Gens bewirken die Ausprägung desselben Merkmals im Erscheinungsbild, z.B. Farbe der Blüte. Dieses Merkmal kann in verschiedenen Versionen auftreten, zb. rot oder weiß.

    LG

    Von Serpil Kilic, vor 8 Monaten
  2. Default

    Was sind allele

    Von Dry Omar, vor 8 Monaten
  3. Default

    Hat mir etas geholfen aber war sehr kompliziert

    Von M I Hertzsch, vor 11 Monaten
  4. Default

    Also ich finde es ein bisschen kompliziert

    Von Jutta Bisaz, vor etwa einem Jahr
  5. Default

    Hab es gar nicht verstanden. Ist ziemlich kompliziert erklärt.

    Von Nicole Senguel, vor etwa einem Jahr
  1. Default

    Sehr kompliziert erklärt!!!!!!! :0

    Von Boris Fritz, vor mehr als einem Jahr
  2. Default

    Hilfreich, aber dennoch etwas umständlich und umgänglich erklärt. Es waren viel zu viele Informationen auf einmal die man verarbeiten muss. Und als zweiten Tipp könnte man die Fachbegriffe vielleicht etwas besser erklären, ich denke das der ein oder andere nicht alles verstanden hat. Aber sonst super ! :)

    Von Lalagauger, vor mehr als 2 Jahren
  3. C.sarimese

    Huuuh! Viele Informationen... sehr schnell gesprochen... bis man alles verstanden hat muss man das Video fünf mal gucken und jeweils 10 mal unterbrechen...Aber wenn man es dann hat ist es echt gut verständlich....Danke

    Von Measy 67, vor mehr als 2 Jahren
  4. Default

    Inhaltlich war das Video sehr gut, jedoch wurde viel zu schnell gesprochen und man musste das Video dauernt stoppen.

    Schulnote 3

    Von Felix B., vor mehr als 2 Jahren
  5. Default

    ganz güt

    Von Danilo K., vor mehr als 2 Jahren
  6. Default

    Vielen Dank für die Antwort :)

    Von Shakiba Siddiqui, vor etwa 3 Jahren
  7. Marcel

    Um die Verwirrung ein wenig aufzulösen:
    Erythrozyten besitzen eine Zellmembran aus einer Phospolipid-Doppelschicht (wie fast alle Zellen). In dieser Membran sind verschiedente Moleküle eingebaut. Teilweise ragen sie durch die komplette Zellmembran durch, manche ragen aber auch nur auf einer Seite der Membran raus.
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/4b/Cell_membrane_detailed_diagram_de.svg

    Glykolipide (vereinfacht: Kohlenhydrate mit Lipid-Anhängsel, also Fettsäuren)dienen oft der Erkennung von anderen Zellen und als "Ausweis" für eine Zelle. Damit der Körper weiß, was das für eine Zelle ist und was sie macht. Im Falle der Blutkörperchen, fungieren diese Kohlenhydratketten als Antigene, also auch als eine Art Ausweis.

    Von Marcel Schenke, vor etwa 3 Jahren
  8. Default

    Ich finde es zu schnell erklärt und es passt nicht immer direkt mit dem was sie aufschreibt. Das Thema kann kompliziert sein ja! Aber trotzdem muss man es nicht schwieriger erklären als nötig. Musste mir den Anfang mind. 3 mal anhören bis ich verstanden habe. Eine Unterteilung in 2 Niveaus ist auch meiner Meinung nach angebracht.

    Von Shakiba Siddiqui, vor etwa 3 Jahren
  9. Default

    Eine Frage habe ich auch noch:
    Sie sagt dass Erythrozyten eine ?membran (das ? Weil sie nuschelt und man es nicht versteht) besitzen die aus einer Doppelschicht Fossfollipinen (oder so ähnlich) besteht, auf denen Kohlenhydratketten, die Glykolipide. Glykolipide auf Enthrozytenmembran heißen Antigene.
    Aber das ist doch total unlogisch! Weil sie doch sagt, dass die Glykolipide Kohlenhydratketten sind, die auf dieser Doppelschicht Fossfollipinen sitzen. Wieso sind sie jetzt auf einmal auf der Enthrozytenmembran und keine Kohlenhydratketten sondern Antigene? Versteht ihr was ich meine?

    Von Shakiba Siddiqui, vor etwa 3 Jahren
  10. Default

    Ich finde das Video sehr gut verständlich :)

    Von Merabell A., vor etwa 3 Jahren
  11. Marcel

    @ Lisamellin: ja genau! Bei der Geburt gelangt das Blut der Mutter mit dem des Kindes in Kontakt. Durch das Verbinden des Kinderblutes mit den injizierten Antikörpern enstehen Verklumpungen die später komplett abgebaut werden. So kann die Mutter keine Antkörper gegen das Blut des Kindes bilden. All dies spielt sich natürlich im Körper der Mutter ab.

    Von Marcel Schenke, vor etwa 3 Jahren
  12. Default

    ich habe erhrlich gesagt NICHTS verstanden.
    Egal ich such ein besseres Video. XD

    Von Songuel Yapici, vor etwa 3 Jahren
  13. Default

    Zum Verständins: Die injizierten Antikörper verbinden sich mit dem Blut des Kindes, welches noch nach der Geburt im Blutkreislauf der Mutter vorhanden ist und werden mit der Auflösung der Verklumpung auch aufgelöst ! richtig ?

    Von Lisamellin, vor mehr als 3 Jahren
  14. Default

    für SuS der 7. Klasse zu umfangreich, stellenweisse zu kompliziert. Vererbung etc. weglassen- hier wäre eine unterteilung in zwei niveaus angebracht!

    Von Michel Zuberbuehler, vor fast 4 Jahren
  15. Default

    ich finde es cool!! für jemand der es genauer wissen mochte perfekt!!!!!

    Von Julika, vor mehr als 4 Jahren
  16. Default

    Jetzt muss man aber auch sagen dass das Thema auch komliezirt ist!

    Von Tamino, vor fast 5 Jahren
  17. Default

    Das Video ist eigentlich gut bis auf viele Fremdwörter.
    Die Form war in Ordnung (besonders Pacman™)
    Abver die Erklärungen lässen etwas zu wüschen übrig

    Von Berg, vor fast 5 Jahren
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