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Transkript Blutgerinnung – Wundverschluss im Blutgefäß

Heute erfährst du etwas über die Blutgerinnung sowie Erste Hilfe bei Verletzungen der Blutgefäße. Am Ende dieses Videos weißt du, was Blutgerinnung ist, wie sie genau abläuft und wie du selbst bei Verletzungen der Blutgefäße Erste Hilfe leisten kannst. Du verstehst dieses Video besser, wenn du schon etwas über die Zusammensetzung unseres Blutes weißt sowie über den Bau und die Funktion der einzelnen Blutbestandteile. Bei Freizeitbeschäftigungen, im Haushalt, aber auch auf der Arbeit können wir uns verletzen. Ohne die Fähigkeit unseres Körpers zu Wundverschluss und Blutgerinnung wäre jede kleinste Verletzung für uns lebensgefährlich. Verletzungen kleiner Blutgefäße schließen sich durch den Wundverschluss meist von selbst. Hier siehst du eine kleine Verletzung an einem Blutgefäß schematisch dargestellt. Du erkennst die roten Blutkörperchen und die gelben Blutplättchen. Die Blutplättchen sammeln sich an der verletzten Stelle und sorgen so für eine Verengung des Blutgefäßes. Das Blut fließt langsamer. Schließlich bilden die Blutplättchen so etwas wie einen Pfropfen und verschließen das Gefäß. Die Wunde blutet nicht mehr. Bei größeren Verletzungen reicht nur die Ansammlung von Blutplättchen nicht aus, um die Wunde zu verschließen. Damit das Blut aufhört zu fließen, muss es gerinnen. Die Blutplättchen setzen also den Blutgerinnungsstoff Thrombin frei. Dieses Thrombin bewirkt, dass aus dem löslichen Fibrinogen im Blutplasma das nichtlösliche Fibrin entsteht. Dieses Fibrin besteht aus langen, dünnen Fäden. Die Fäden werden immer mehr und verdichten sich zu einem Netz, in welchem die Blutplättchen und die Blutkörperchen hängen bleiben. Die Blutplättchen geben nun einen Stoff ab, der das Fibrinnetz noch festigt. Dadurch entsteht ein Blutgerinnsel, welches die Wunde verschließt. Das Blutgerinnsel trocknet nach einiger Zeit. Die entstehende Kruste bezeichnen wir als Wundschorf. Der Wundschorf schützt die Wunde und verhindert das Eindringen von Fremdkörpern, wie zum Beispiel von Bakterien oder Schadstoffen. Wie kannst du nun bei Verletzungen größerer Blutgefäße Erste Hilfe leisten? Wenn du an einem Unfallort auf einen Verletzten mit stark blutenden Wunden triffst, musst du zuerst einmal Ruhe bewahren. Dann musst du sehr schnell beurteilen können, was da blutet; eine Vene oder eine Arterie. Dazu musst du das Aussehen des austretenden Blutes und die Art des Blutflusses beurteilen. Diese Beurteilung ist entscheidend für die folgende Erste-Hilfe-Maßnahme und lebenswichtig für den Verletzten. Wurde eine Vene verletzt, dann sieht das Blut dunkelrot aus. Es sickert gleichmäßig pulsierend aus der Wunde. Um das Blut zu stillen, reicht es, einen Druckverband direkt auf der offenen Wunde anzubringen. Dieser Druckverband sollte regelmäßig kontrolliert werden, um Durchblutungsstörungen und Abschnürungen am Körper hinter dem Druckverband zu vermeiden. Wenn eine Arterie verletzt wurde, sieht das Blut hellrot aus. Außerdem tritt das Blut stoßweise und manchmal sogar spritzend aus der Wunde aus. Achtung! Blutungen aus Arterien sind lebensgefährlich. Daher muss man schnell handeln und die blutende Arterie herzaufwärts vor der Blutungsstelle abbinden. Dadurch wird der Blutzufluss vom Herzen zur Wunde unterbrochen. Jetzt kann ein Druckverband angelegt werden und erst danach kann das Abdrücken der Arterie unterbrochen werden.

Zum Schluss eine kurze Zusammenfassung:

Die Blutgerinnung sorgt dafür, dass kleinere Wunden und Verletzungen sich meist von selbst verschließen. Der in den Blutplättchen enthaltene Gerinnungsstoff Thrombin führt zur Bildung der Fibrinfäden. Ein ganzes Netz von Fibrinfäden wird zu einem Blutgerinnsel, welches die Wunde verschließt. Trocknet das Blutgerinnsel, dann bildet es den Wundschorf.

Bei großen Verletzungen nach Unfällen muss meist sehr schnell Erste Hilfe geleistet werden. Ist eine Vene oder Arterie verletzt? Wenn du das Aussehen des Blutes und den Blutfluss richtig beurteilst, dann kannst du diese Frage beantworten und die richtigen Hilfsmaßnahmen einleiten. So, das war's dann wieder. Tschüss, bis zum nächsten Mal.

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