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Transkript Bewegung – Zusammenarbeit von Knochen, Muskeln und Gelenken

Hast du dir mal überlegt, was in deinem Bein passiert, wenn du einen Fußball auf ein Tor schießt? Oder was in deinem Arm passiert, wenn du eine Bowling-Kugel wirfst? Oder was in deinen Fingern passiert, wenn du Klavier spielst? Solche und auch alle anderen Bewegungen sind nur möglich, wenn deine Knochen, Muskeln und Gelenke perfekt zusammenarbeiten. Und wie das genau aussieht, zeige ich dir in diesem Video!

Knochen, Gelenke, Muskeln und Sehnen

Dein gesamter Körper ist aus vielen verschiedenen Knochen zusammengesetzt, die beweglich zusammengesetzt sind. An den Stellen, wo eine Bewegung möglich ist, findest du ein so genanntes Gelenk. An den Gelenken liegen also zwei Knochen aneinander; einer der beiden Knochen bildet den Gelenkkopf. Dieser passt genau in die Vertiefung des anderen Knochen, die Gelenkpfanne.

Die Knochen sind an diesen Stellen mit elastischem Gelenkknorpel überzogen. Damit das Gelenk gleitfähig ist, ist der Zwischenraum mit einer schleimigen Flüssigkeit, der Gelenkschmiere, gefüllt. Deshalb funktioniert ein Gelenk in der Regel, ohne dass du eine Reibung und damit verbundene Schmerzen spürst.

Beide Knochen werden von einer festen Haut, der so genannten Gelenkkapsel, umschlossen und zusammengehalten. Nur mit Knochen und Gelenken ist aber noch keine Bewegung möglich! Dazu brauchst du noch Muskeln, die an die Knochen befestigt sind. Diese Befestigung an die Knochen erfolgt mit Hilfe von zähen Sehnen. Jeder dieser Skelettmuskeln geht am Ende in eine straffe Sehne über und ist damit an den Knochen angewachsen.

Sicher kannst du dir vorstellen, dass eine Bewegung ein genaustes Zusammenspiel zwischen verschiedenen Muskeln erfordert, oder? Und wie dieses Zusammenspiel zwischen den Muskeln, welches auch als Gegenspielerprinzip bezeichnet wird, aussieht, werde ich dir jetzt erklären.

Bewegung - Zusammenspiel von Beuger und Strecker

Kommen wir nochmal zu dem Beispiel vom Anfang: Stell dir vor, dass du eine Bowling-Kugel wirfst. Wenn du zum Werfen ausholst, ist der Muskel vorn im Oberarm entspannt. Willst du die Kugel werfen, verkürzt sich dieser als Bizeps bezeichnete Muskel, der Arm beugt sich und der Unterarm schnellt nach vorn.

Streckst du den Arm nach dem Wurf wieder, muss sich der Muskel auf der Rückseite des Oberarms, der als Trizeps bezeichnet wird, verkürzen. Da der Bizeps-Muskel zum Beugen des Armes verkürzt werden muss, wird dieser Muskel auch Beugemuskel oder Beuger genannt. Der Trizeps, wird zum Strecken des Armes verkürzt und heißt deshalb Streckmuskel oder Strecker.

Das Ganze funktioniert natürlich nur, wenn Beuger und Strecker gegensätzlich arbeiten: Wenn der Beuger sich verkürzt, muss der Strecker entspannt sein und umgekehrt. Beuger und Strecker sind also Gegenspieler, da sie in entgegengesetzter Weise zusammen arbeiten.

Du kannst dieses Prinzip an ganz vielen Stellen in deinem Körper finden und dir fallen bestimmt noch weitere Beispiele dafür ein, oder? Die Beugung und Streckung des Beines oder der Finger funktionieren nach dem selben Prinzip.

Zusammenfassung

Beim nächsten Fußball- oder Bowlingspiel oder beim Klavierspielen musst du dich nun nicht mehr fragen, wie die Bewegungen des Beines, Armes oder der Finger ablaufen. Du weißt jetzt, dass dafür ein Zusammenspiel von Knochen, Gelenken, Muskeln und Sehnen notwendig ist.

Um eine Bewegung ausführen zu können, arbeiten immer zwei Muskeln in entgegengesetzter Weise zusammen. Der Beugemuskel ist zum Beispiel für das Beugen des Beines, Armes oder Fingers zuständig, während der Streckmuskel für eine Streckung sorgt. Beide Muskeln sind Gegenspieler. Tschüss und bis zum nächsten Mal.

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1 Kommentar
  1. Default

    Das wusste ich noch nicht danke für die Sachen und die erklärung

    Von Aris, vor etwa einem Jahr