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Transkript Anpassung der Pflanzen – verschiedene Umweltverhältnisse

Hallo, ich möchte euch jetzt ein Thema näher bringen, welches für alle Biologen faszinierend ist. Die Überlebensstrategien bei Pflanzen. Pflanzen wachsen an allen möglichen Orten dieser Welt. Sie müssen sich deswegen an ihren Standort anpassen, um genügend Licht zu bekommen, sich der Temperatur anzupassen und vor allem, um genug Wasser zu erhalten. Grob unterscheidet man 6 verschiedene Anpassungsformen. Die Ersten sind die Wasserpflanzen oder auch Hydrophyten. Sie leben ganz oder nur teilweise unter Wasser. Sie können Wasser, CO2 und Mineralstoffe durch ihre zarte Epidermis aufnehmen. Ein Durchlüftungsgewebe, auch Aerenchym genannt, wodurch Sauerstoff in die Pflanze gelangt, durchzieht oft statt Wasserleitungsbahnen die Sprosse. Um außerdem an Sauerstoff zu gelangen, haben Schwimmblätter, die auf dem Wasser schwimmen, ihre Spaltöffnungen oben. Feuchtpflanzen oder Hygrophyten kommen in Gebieten mit hoher Luftfeuchtigkeit vor, wie tropische Wälder. Sie haben dünne und große Blätter, oft mit lebenden Haaren, vorgewölbten Zellen und herausgehobenen Spaltöffnungen. Diese können stark transpirieren, denn die Pflanze nimmt durch die Luft zusätzlich viel Wasser auf. Ebenfalls zur Wasserabgabe haben die Blätter Wasserspalten, auch Hydathoden genannt, um Wasser in Tropfenform abzugeben. Diese Wasserausscheidung wird auch als Guttation bezeichnet. An trockenen und stark besonnten Orten wachsen die Xerophyten, Trockenpflanzen. Durch besondere Baumerkmale der Pflanze wird eine übermäßige Transpiration, also der Wasserverlust, verhindert. Deswegen verringern sie ihre Oberfläche, um Verdunstung zu verhindern mit eingerollten Blättern. Diese haben eine dicke Cuticula, eine Wachsschicht über der Epidermis. Außerdem haben sie eingesenkte Spaltöffnungen. Das Wurzelwerk verbreitet sich oft in einem weiten Umfeld, um bei seltenen Regenfällen viel Wasser aufnehmen zu können. Die Blätter können außerdem verdornt sein und auch tote Haare besitzen. Ebenfalls um die Transpiration zu verhindern. Wasserspeicher oder sukkulente Pflanzen haben ähnliche Merkmale, wie die Trockenpflanzen, speichern aber Wasser ab. Meist in Sprossen und Blättern, weniger in den Wurzeln. Bei den Stammsukkulenten, so wie Kakteen, sind die Blätter völlig zu Dornen umgewandelt und der Stamm übernimmt die Fotosynthese. Wenn Wasser in den Stamm gelangt, ist der Wassergehalt hoch.  Das heißt, die Zellen sind groß, denn sie sind mit Wasser gefüllt. Wenn die Pflanze lange kein Wasser hatte, ist der Wassergehalt niedrig. Die Zellen ziehen sich zusammen. Bei Blattsukkulenten findet man Wasserspeichergewebe in den Blättern. Die, wie bereits erwähnt, denen der Trockenpflanze in ihren Baumerkmalen ähnelt. Aufsitzerpflanzen, auch Epiphyten genannt, wachsen auf Rinden, Ästen oder Astgabeln von anderen Pflanzen. Sie entziehen ihnen jedoch keine Nährstoffe oder Wasser, weswegen sie keine Parasiten sind. Sie erhalten viel Licht aber die Beschaffung von Wasser und Nährstoffen ist schwieriger. Manche Pflanzen haben Blattzyststernen gebildet, um Regenwasser aufzufangen, welches sie mithilfe von Schuppenhaaren, sogenannten Saugschuppen aufnehmen können. Mit sogenannten Sprossknollen und den Luftwurzeln saugen zum Beispiel Orchideen Wasser ein. Sie können durch einen schwammartigen Überzug toter Zellen sogar feinste Nebel und Regentropfen aufnehmen. Die letzte Gruppe der Überlebensstrategien stellen die Schlingpflanzen dar, oder auch Lianen. Sie wachsen mit windenden Bewegungen an anderen Pflanzen entlang in die Höhe. So gelangen sie aus dem Schatten ans Licht ohne jedoch, wie Bäume, einen eigenen Holzkörper aufzubauen. Um die Wasserversorgung, in die Höhe bis zu 60 m und 400 m Länge zu gewährleisten, müssen die Gefäße innerhalb der Leitbündel klein sein. So können sie die Versorgung mit genügend Wasser gewährleisten. Zum Schluss noch einmal alle 6 Überlebensstrategien: Die Wasserpflanze und Feuchtpflanze, die vor allem Sauerstoff benötigt und sich vor dem Überwässern mithilfe von Transpiration schützt. Trocken- und Wasserspeicherpflanzen, die ähnliche Merkmale haben, um gerade Transpiration zu verhindern. So können sie in den trockenen Gebieten überleben. Die Aufsitzerpflanze, die kein Parasit ist, kommt durch Blattsisternen und anderen Methoden an Wasser und Nährstoffe. Schließlich die Schlingpflanze, die sich, um an Licht zu kommen, an anderen Pflanzen hochschlängelt. Jetzt habt ihr einen kleinen Überblick über die verschiedenen Überlebensstrategien bei Pflanzen. Ich hoffe es hat euch gefallen und war lehrreich. Bis zum nächsten Mal. Tschüss.  

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5 Kommentare
  1. Serpil

    Die Moospflanzen und Farnpflanzen umfassen unterschiedliche Arten, sind aber keine. Bspw. gehört die Art Brunnenlebermoos zu den Lebermoosen, die eine Gruppe der Moospflanzen ist. Der Wurmfarn gehört zu den Echten Farnen, einer Gruppe der Farnpflanzen.
    LG

    Von Serpil Kilic, vor 8 Monaten
  2. Default

    Zu welcher Art gehören den Moose und Farne ?

    Von Fredericstichler, vor 8 Monaten
  3. Default

    2:48: "Tote Haare um die Transpiration zu verhindern."
    Sie sind auch noch dafür da, Wasser aus der Luft abzufangen und somit zusätzlich Wasser zu gewinnen. ;-)

    Von Mariuskunde, vor mehr als 3 Jahren
  4. Images

    suuuuuuuuuuuuuuuuuuuupppppppi dupiiiiiiiiii

    Von Sarahcupcakelove, vor etwa 4 Jahren
  5. Img 0539

    gute aufmachung - auch saubere klare aussprache

    Von Heifo, vor fast 6 Jahren