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Transkript abiotischer Faktor Wasser – Einfluss auf Pflanzen (Basiswissen)

Hallo! Wenn im Sommer bei uns manchmal wochenlang kein Regen fällt, ist es sehr trocken. Manchmal regnet es aber auch viele Tage hintereinander. Wir Menschen können einfach eine Flasche Mineralwasser trinken, wenn es trocken ist. Oder wir spannen unseren Regenschirm auf, wenn es regnet. In diesem Video werde ich dir erklären, wie Pflanzen dem abiotischen Umweltfaktor Wasser begegnen und sich z.B. an eine schlechte Wasserversorgung anpassen.

Wasser

Zunächst wollen wir uns ins Gedächtnis rufen, warum Wasser überhaupt so wichtig für Pflanzen ist. Wasser ist ein wichtiges Lösungsmittel, in dem verschiedene Stoffe wie Salze, Proteine und Zucker gelöst sind. Auf diese Weise können Stoffwechselreaktionen ablaufen. Wasser ist aber auch ein wichtiges Transportmittel, denn mit Hilfe von Wasser werden Stoffe von einem Pflanzenorgan zum anderen transportiert.

Beispielsweise werden Salze von der Wurzel aufgenommen und dann in die Blätter befördert. Krautige Pflanzen nutzen Wasser auch zur Aufrechterhaltung ihrer Stabilität, indem sie es in ihre Zellen einlagern. Nur, wenn die Zellen prall gefüllt sind, fallen diese Pflanzen nicht zusammen.

Du siehst, Wasser ist absolut wichtig für die Pflanze. Eine Pflanze verfügt über Möglichkeiten, ihren Wasserhaushalt zu regulieren um bei Trockenheit nicht zu viel Wasser zu verlieren.

Transpirtion Nutzen

Es lässt sich allerdings nicht vermeiden, dass etwas Wasser durch Verdunstung oder Transpiration verloren geht. Ein gewisses Maß an Transpiration ist sogar notwendig. Durch sie entsteht nämlich Verdunstungskälte, die die Blätter kühlt und vor Überhitzung schützt. Außerdem können die Pflanzen wieder neues Wasser und damit auch die darin gelösten Nährsalze aus dem Boden aufnehmen, wenn sie gleichzeitig Wasser über die Blätter verdunsten.

Regulation der Transpirtion

Nichts desto trotz haben die meisten Pflanzen Anpassungen, mit denen sie ihre Transpiration regulieren können. Auf ihrer unteren Blattoberfläche haben Pflanzen Poren, die so genannten Spaltöffnungen. Pflanzen können die Öffnungsweite dieser Spaltöffnungen verändern und so die Menge an Wasser, die durch Transpiration abgegeben wird, regulieren. Meistens haben Pflanzen auch noch eine wachsartige Abschlussschicht, die so genannte Kutikula. Diese verhindert zusätzlich, dass Wasser aus dem Blattgewebe verdunstet.

Laubabwurf und Nadelblätter

Wusstest du, dass auch das Abwerfen der Blätter im Herbst eine Anpassung von Laubbäumen an Trockenheit ist? Im Winter ist nämlich das Wasser im Boden oft gefroren und kann von den Pflanzen nicht aufgenommen werden. Eine Pflanze muss daher ihre Transpiration möglichst gering halten. Das wird dadurch erreicht, dass die Blätter im Herbst abgeworfen werden und auf diese Weise kein Wasser darüber verdunsten kann.

Nadelbäume werfen in der Regel ihre Blätter nicht ab. Nadelblätter sind aber im Vergleich zu Laubblättern sehr viel kleiner und haben daher eine viel geringere Transpiration als Laubblätter. Zudem sind sie mit einer dicken Kutikula überzogen, das sieht man an der glänzenden Oberfläche. Die Kutikula reduziert die Transpiration zusätzlich.

Anpassungen an Trockenheit

Manche Pflanzen speichern auch große Mengen an Wasser und sind so in langen Trockenzeiten mit Wasser versorgt. Dazu gehören beispielsweise Kakteen.

Pflanzen aus feuchten Lebensräumen

Pflanzen, die in sehr feuchten Lebensräumen leben, wie z.B. Wasserpflanzen, haben dagegen Mechanismen entwickelt, um die Transpiration zu erhöhen. Sie besitzen oft viele Spaltöffnungen auf der Blattoberfläche und keine Kutikula.

Flechten und Moose

Flechten und wechselfeuchte Pflanzen, wie die Moose, haben sich in besonderer Weise angepasst. Sie können ihren Wasserhaushalt nämlich nicht selbst regulieren und sind stattdessen von der Umgebungsfeuchte abhängig. Sicher ist dir schon mal ein Moos oder eine Flechte aufgefallen, das auf trockenen Felsen oder auf Baumrinde wuchs, oder?

Wenn es regnet, nehmen Moose und Flechten große Mengen an Wasser auf, sie saugen sich sozusagen voll wie ein Schwamm. In dieser Zeit haben sie einen aktiven Stoffwechsel und können wachsen. Bei Trockenheit verlieren sie schnell Feuchtigkeit und trocknen nahezu vollständig aus. Der Stoffwechsel ist in dieser Zeit inaktiv und sie befinden sich sozusagen in einem leblosen Zustand. Allerdings überstehen viele Moose und Flechten solche Trockenperioden problemlos. Beim nächsten Regenschauer saugen sie sich wieder mit Wasser voll.

Zusammenfassung

In diesem Video hast du gesehen, dass Pflanzen weder Mineralwasserflaschen bei Trockenheit noch Regenschirme bei Regen benötigen, da sie sich auf verschiedene Weisen an die Verfügbarkeit von Wasser angepasst haben. Dazu gehören die Regulation der Transpiration mittels Spaltöffnungen, eine wachsartige Kutikula oder auch die Speicherung von Wasser.

Das Abwerfen der Blätter im Herbst ist eine Anpassung der Laubbäume, da im Winter wenig Wasser verfügbar ist. Flechten und Moose können ihren Wasserhaushalt nicht selbst regulieren. Sie saugen sich bei Regen mit Wasser voll und gehen bei Trockenheit in einen leblosen Zustand mit inaktivem Stoffwechsel über. Tschüss.

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