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Transkript abiotischer Faktor Temperatur – Einfluss auf Pflanzen

Hallo! Im Winter, wenn es kalt ist, ziehst du dir eine Jacke an und im Sommer, wenn es heiß ist, gehst du ins Schwimmbad, um dich abzukühlen. Aber wie gehen Pflanzen eigentlich mit verschiedenen Temperaturen um?

Schließlich können sie ihren Standort nicht aktiv ändern. Das Wachstum und die Entwicklung von Pflanzen hängen natürlich nicht nur von der Temperatur ab, auch Wasserverfügbarkeit, Lichtverhältnisse oder die Bodenbeschaffenheit sind wichtig für eine Pflanze. In diesem Video möchte ich dir allerdings zeigen, welche Strategien Pflanzen verfolgen können, um dem abiotischen Faktor Temperatur zu begegnen.

Anpassungen an Kälte

In unseren Breiten haben Pflanzen mit einem kalten Winter zu kämpfen, bei dem die Temperaturen oft unter dem Gefrierpunkt liegen. Viele bei uns wachsende Bäume wie Buchen, Eichen oder Birken werfen im Herbst ihre Blätter ab. Warum machen sie das eigentlich?

Über die Blätter verdunstet jede Menge Wasser. Im Sommer ist das auch gut so, denn die Verdunstung kühlt die Blätter und schützt vor Überhitzung. Außerdem kann die Pflanze deshalb wieder Wasser über die Wurzeln aufnehmen und wird auf diese Weise auch mit wichtigen Nährsalzen versorgt.

Im Winter sind der Boden und das darin enthaltene Wasser allerdings gefroren. Geht Wasser über die Blätter verloren, kann dieses nicht aus dem Boden aufgenommen werden. Ein normaler Laubbaum würde im Winter also schlichtweg vertrocknen, wenn er seine Blätter auch im Winter tragen würde.

Aber wie du sicher weißt, gibt es auch einige immergrüne Bäume und Sträucher bei uns, z.B. Fichten, Eiben oder auch Kirschlorbeer. Was machen diese anders, um im Winter nicht zu vertrocknen? Sie besitzen meist eine dicke Abschlussschicht, die Kutikula, die eine zu große Verdunstung verhindert.

Eine weitere Gefahr für Pflanzen ist die Bildung von Eiskristallen in den Zellen, da diese die Zellstruktur zerstören. Viele Pflanzen lagern daher ein hohe Konzentration bestimmter Zucker oder Proteine, die sozusagen als Frostschutzmittel wirken, in ihre Zellen ein. So gefriert das Wasser erst bei viel niedrigeren Temperaturen und die Pflanzen sind vor der Bildung von Eiskristallen geschützt.

Fallen dir noch weitere Anpassungen an die kühlen Temperaturen ein? Bei Gräsern und Stauden sterben die oberirdischen Teile der Pflanze ab. Den Winter überdauern nur die im Boden geschützten Teile der Pflanze. Viele Pflanzen überdauern den Winter auch als Zwiebel oder Knolle. Dazu gehören z.B. viele Frühlingsblüher wie Tulpen oder Narzissen. Bei anderen Pflanzen überdauern nur die Samen, die weniger anfällig gegenüber Kälte als die ganze Pflanze sind. Sie keimen dann im nachfolgenden Jahr wieder aus.

Und es gibt sogar Pflanzen, die im Winter aktiv Wärme produzieren, um schon bei Schnee austreiben zu können. Kannst du dir das vorstellen? Das können z.B. Schneeglöckchen. Im zeitigen Frühjahr schmelzen sie sich durch den Schnee und beginnen zu blühen.

Anpassungen an Hitze

Aber auch der Sommer hat seine Tücken für die Pflanzen. Zu hohe Temperaturen führen nämlich dazu, dass Proteine und somit wichtige Enzyme zerstört werden und nicht mehr richtig arbeiten können. Die Pflanze muss sich also davor schützen.

Bei hohen Temperaturen entlassen Pflanzen oftmals viel Wasser aus ihren Blättern. Dieses verdunstet auf der Blattoberfläche und das hat eine kühlende Wirkung auf das Blatt und schützt vor Überhitzung. Ähnlich kennst du das bei dir: Wenn du Sport machst, schwitzt du und das Verdunsten des Schweißes kühlt deinen Körper.

Auf der anderen Seite dürfen Pflanzen aber auch nicht zu viel Wasser im Sommer verlieren, da das Wasserangebot meistens begrenzt ist. Ein dickes Abschlussgewebe, die Epidermis mit einer Kutikula, verhindert, dass zu viel Wasser verdunstet.

Auch die Reduktion von Blättern z.B. bei Kakteen führt zu einer kleineren äußeren Oberfläche, wodurch eine Überhitzung eingeschränkt wird. Oft haben solche Pflanzen auch ein dichtes Haarkleid. Es dient als Verdunstungsschutz und das entstehende Luftpolster isoliert die Pflanze gegen große Hitze.

Zusammenfassung

Statt sich im Winter warm anzuziehen oder im Sommer ins Schwimmbad zugehen, wie du es machen kannst, haben Pflanzen ganz andere Strategien entwickelt, um mit dem abiotischen Faktor Temperatur zurechtzukommen. Sie werfen im Herbst z.B. ihre Blätter ab, um im Winter nicht zu vertrocknen, lagern Zucker oder Proteine in ihre Zellen als Frostschutzmittel ein oder überdauern als Knolle, Zwiebel oder Samen.

Hohen Temperaturen begegnen Pflanzen bei ausreichender Wasserversorgung mit einer erhöhten Verdunstung, um die Blätter zu kühlen oder auch mit einer dicken Kutikula, der Reduktion von Blättern und der Bildung von Haaren. Tschüss und bis zum nächsten Mal!

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1 Kommentar
  1. Default

    super!

    Von Chalenke, vor etwa einem Jahr