Einleitung

Die Geschlechtsorgane (Genitalien) sind die Organe im menschlichen Körper, die die Fortpflanzung ermöglichen. Sie gehören zu den primären Geschlechtsmerkmalen. Männer und Frauen haben jeweils unterschiedliche Geschlechtsorgane.

Äußere und innere männliche Geschlechtsorgane

Die zum Zeugen von Kindern notwenigen Organe des Mannes erfüllen zwei Funktionen: Zum einen müssen sie Samenzellen (Spermien) produzieren. Zum anderen müssen die Samenzellen während des Geschlechtsverkehrs in die Vagina (Scheide) der Frau gebracht werden, den Ort der Fortpflanzung.

Männliche Geschlechtsorgane gliedern sich in die äußeren und die inneren Geschlechtsorgane. Zu den äußeren, sichtbaren Geschlechtsorganen des Mannes gehören der Penis und der Hodensack. Die inneren Geschlechtsorgane liegen im Unterleib des Mannes oder im Hodensack verborgen. Zu ihnen gehören die Hoden, die Nebenhoden, die Samenleiter, die Prostata, die Bläschendrüsen und die Cowper-Drüsen.

Neben den primären Geschlechtsorganen verfügen Männer zusätzlich über sekundäre Geschlechtsmerkmale. Sie entwickeln sich in der Pubertät und verändern das Erscheinungsbild des Mannes. Sie signalisieren die Geschlechtsreife. Zu den sekundären Geschlechtsmerkmalen zählen Bartwuchs, Schambehaarung, verstärkte Körperbehaarung, Muskelaufbau, „männlicher Körperbau“ (breite Schultern, schmale Hüften) und Stimmbruch in Pubertät.

Äußere und innere weibliche Geschlechtsorgane

Die weiblichen Geschlechtsorgane unterscheiden sich in Aufbau und Funktion grundsätzlich von den männlichen Geschlechtsorganen. Sie zählen ebenso zu den primären Geschlechtsmerkmalen. Die weiblichen Geschlechtsorgane müssen drei Funktionen erfüllen: Sie müssen die für die Fortpflanzung notwendigen Eizellen produzieren und die Samenzellen des Mannes beim Geschlechtsverkehr in Richtung Eizelle bringen. Darüber hinaus müssen sie nach der Befruchtung der Eizelle dafür sorgen, dass sich diese vom Embryo bis zum geburtsfähigen Kind entwickeln kann.

Auch die weiblichen Geschlechtsorgane untergliedern sich in äußere und innere Anteile. Die äußerlich sichtbaren Geschlechtsorgane sind der Venushügel, die großen und kleinen Schamlippen, der Scheidenvorhof, die Scheidenvorhofdrüsen und die Klitoris (Kitzler). Die äußeren Geschlechtsorgane werden auch als Vulva (Scham) bezeichnet.

Die inneren weiblichen Geschlechtsorgane befinden sich ebenfalls im Unterleib, innerhalb des kleinen Beckens. Hierzu gehören die Vagina (Scheide), die Gebärmutter, die beiden Eileiter und die beiden Eierstöcke.

Auch Frauen entwickeln im Zuge der Pubertät sogenannte sekundäre Geschlechtsmerkmale, die die Geschlechtsreife signalisieren. Zu ihnen zählen die Brüste, die Scham- und Achselbehaarung sowie ein „weiblicher Körperbau“ (breiteres Becken, schmale Taille).

Die Pubertät bei Jungen und Mädchen

Während der Pubertät verändert sich der Körper von Jungen und Mädchen hin zur Geschlechtsreife. Die Pubertät verläuft bei jedem Menschen individuell und anders.

Bei Jungen beginnt sie etwa mit 11 Jahren und ist mit spätestens 19 Jahren abgeschlossen. Der Körper wird zunehmend männlicher und signalisiert auch äußerlich die Fortpflanzungsfähigkeit. Die Pubertät wird durch die Hirnanhangdrüse im Gehirn ausgelöst, die dafür sorgt, dass das männliche Geschlechtshormon Testosteron produziert wird. Es sorgt zum Beispiel für das Penis- und Hodenwachstum und lässt die Spermien reifen. Auch die Haut verändert sich: Die Hautdrüsen arbeiten mit voller Funktion und produzieren dann manchmal zu viel Talg, weshalb vermehrt Pickel entstehen können.

Im Gegensatz zur Pubertät bei Jungen, setzt sie bei Mädchen früher ein – etwa zwischen 9 und 13 Jahren und ist mit etwa 17 Jahren abgeschlossen. Sie beginnt und endet also rund zwei Jahre früher als bei Jungen. Auch bei Mädchen gibt die Hirnanhangdrüse den Startschuss für die Entwicklung zur geschlechtsreifen Frau. Sie stimuliert die Eibläschen in den Eierstöcken, dass weibliche Geschlechtshormon Östrogen zu produzieren. Östrogen bewirkt die Entwicklung und das Wachstum der primären und sekundären Geschlechtsorgane bis hin zur Geschlechtsreife.

Geschlechtskrankheiten

Spätestens mit dem Abschluss der Geschlechtsreife wird für Jugendliche und junge Erwachsene das Thema „Sexualität“ und mögliche Sexualpartner aktuell. Bei aller Aufregung, die die ersten sexuellen Kontakte mit sich bringen, sind auch sie mit Risiken verbunden. Beim Geschlechtsverkehr kann es zur Übertragung von Infektionskrankheiten kommen. Sie werden als Geschlechtskrankheiten, sexuell übertragbare Krankheiten oder STD (sexually transmitted diseases) bezeichnet. Vor den meisten Geschlechtskrankheiten kann man sich durch die Benutzung von Kondomen wirksam schützen. Zu den Geschlechtskrankheiten gehören zum Beispiel Gonorrhö (Tripper), Syphilis (Lues) oder HIV/AIDS.

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Arbeitsblätter zum Ausdrucken zum Thema Geschlechtsorgane von Mann und Frau und deren Gesunderhaltung

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